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Eine echte Ikone des Metals aus dem "Land der Tausend Seen" meldet sich zurück.

Ein Artikel von baarikärpänen vom 05.06.2017 (2474 mal gelesen)
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Wer ist also dieser Timo Rautiainen? Und warum verdient er eine gesonderte Erwähnung auf diesen glorreichen Seiten? Das ist recht einfach erklärt, und ein kurzer Blick in die finnische Wikipedia genügt. Dort wird Rautiainen als einer der Pioniere (wenn nicht sogar der Pionier schlechthin) des finnischen Metal geführt, seit er im Jahr 1981 mit LYIJYKOMPPANIA (übersetzt in etwa "Blei-Gesellschaft") gestartet ist. Sicher mag man einwerfen, dass da auch noch die HANOI ROCKS wären, die in etwa zur gleichen Zeit ihre internationale Karriere angekurbelt haben. Aber die hatten nun mal eher was mit Glam Metal, bzw. Sleaze am Hut. LYIJYKOMPPANIA hingegen waren dunkel, schmutzig, hart, die Riffs schwer wie Blei. Und obwohl schon 1981 am Start, veröffentlichten sie mit Timo Rautianen erst in den 90ern zwei Alben, sind aber auch heute noch, mit Esa Moilanen als einzig verbliebenem Gründungsmitglied, sporadisch aktiv. Rautiainen verliess LYIJYKOMPPANIA 1996 und gründete TRIO NISKALAUKAUS.

TIMO RAUTIAINEN & TRIO NISKALAUKAUS sind eine echte Institution im finnischen Metal. Selbst nach der Auflösung 2006 kam und kommt man nicht um die Band herum, wenn man finnische Radiosender hört. Vor allem auf Radio Suomipop, einem Sender der 24/7 nur finnische Musik dudelt, stolpert man fast täglich über 'Surupuku' (Trauerkleid), dem bekanntesten Song der Band. TRIO NISKALAUKAUS, bzw. ihre Musik, verkörpern wie keine andere finnische Band das, was man den Finnen oft nachsagt; diese Schwermut, das karge, die endlosen, verschneiten Winterlandschaften. Als Empfehlung mögen die Videos zu 'Hyvä Päivä', 'Kylmä Tila' oder 'Viimeinen Päivä Taivaan' dienen. Was macht die Band aber auch für deutsche Metalheads so interessant? Nun ja, es gibt bestimmt noch einige, die sich an die NIGHTWISH-Tour von 2004 erinnern. Da waren TRIO NISKALAUKAUS nämlich, neben SONATA ARCTICA, eine der Support-Bands der Gigs in Deutschland. Obwohl musikalisch keinen Meter zu den anderen Bands passend, hinterliessen sie doch einen bleibenden Eindruck. Eine Band mit drei Gitarristen ist selbst heute eher ungewöhnlich. Lag sicher aber auch daran, dass TRIO NISKALAUKAUS den eher ungewöhnlichen Schritt gingen, zwei Scheiben mit deutschen Texten zu veröffentlichen ("In Frostigen Tälern" und "Hartes Land"). Aber, wie gesagt, 2006 war dann leider Schluss.

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Timo Rautianen selbst war aber danach nicht untätig, war einer der Moderatoren einer durchaus beliebten Kultursendung im finnischen Fernsehen und veröffentlichte von 2006 bis 2010 drei exzellente Solo-Scheiben. Musikalisch hatten die nur noch bedingt eine Verbindung mit TRIO NISKALAUKAUS, waren stilistisch weitaus breiter gefächert, zum Teil mit deutlich folkigen Einflüssen. Schaut einfach mal nach 'Eteenpäin', 'Outolintu' oder 'Kunningas'.

2012 erschien unter dem Banner TIMO RAUTIAINEN & NELJÄS SEKTORI das Album "Kunnes Elämä Meidät Erottaa". Auch wenn Rautiainen hier der offensichtliche Namensgeber ist, tritt er doch als Songschreiber, im Gegensatz zu den vorherigen Bands, nur vereinzelt in Erscheinung. Den Löwenanteil der Songs steuert Bassist Valtteri Tynkkynen (ex-YUP) bei. 2014 kam mit "Toinen Varoitus" noch ein Nachfolger auf den Markt, und seitdem ist es ruhig geworden um die Gruppe, auch wenn sie offiziell nicht aufgelöst wurde.

2016 dann die Überraschung, als TRIO NISKALAUKAUS völlig unerwartet einige ausgewählte Gigs in Originalbesetzung ankündigten. Und die scheinen den Jungs 'ne Menge Spaß gemacht zu haben, denn - surprise, surprise - TIMO RAUTIAINEN & TRIO NISKALAUKAUS sind wieder im Studio, mit 'Pitkän kaavan mukaan' ist das erste Appetithäppchen schon seit Februar auf Youtube veröffentlicht. Was lag also näher (schon so rein geografisch, wohne ja um die Ecke), als sich Jarkko Petosalmi, einen der Gittaristen zu schnappen und ihn mal auszuquetschen. Das Interview könnt ihr in den nächsten Tagen hier auf den heiligen Seiten finden. Bis dahin viel Spass beim stöbern im Netz.

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