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Behemoth - I Loved You At Your Darkest

Review von Eddieson vom 05.10.2018 (279 mal gelesen)
Behemoth - I Loved You At Your Darkest "The Satanist" war und ist für mich ein klares 10-Punkte-Album, dementsprechend skeptisch und etwas vorbelastet bin ich an das neue Album rangegangen, zumal ich auch nicht sicher war, wie viel Einfluss Nergals Singer/Songwriter-Solopfade auf das Album haben wird, dazu der Titel "I Loved You At Your Darkest", der anfangs nun auch etwas skurril wirkt. Trotz all dieser Punkte war die Vorfreude auf das Album riesig, denn wirklich schlecht konnten BEHEMOTH bisher noch nicht, egal in welcher Schaffensphase sie sich befanden. Dass die Polen sich mittlerweile in eine andere Liga gespielt haben und Frontmann Nergal als Jury-Mitglied im polnischen TV, Hundefutterhersteller oder sich in Karnevalskostümen auf Magazinen zeigt, kann ich zum Glück gut ausblenden und hat keinen Einfluss auf meinen Musikgenuss.

Doch starten wir mal "I Loved You At Your Darkest". Das Intro ist schon mal stark, eine polnische Grundschule, die mit hartem polnischen Akzent den morgendlichen Schwur auf das umgedrehte Kreuz leistet, und dann von den ersten instrumentalen Klängen abgelöst wird. Nahtlos geht es über in das bereits veröffentlichte 'Wolves Ov Siberia', welches meine oben genannten Befürchten mit einem Streich wegfegt. In gewohnter BEHEMOTH-Manier blastet man sich durch den Anfang des Songs, der in der Mitte eine Wende erlebt und monumentale, epische Klänge aufweist, dabei Detail verliebt und zum Songkontext passend russische Balalaika-Klänge durchschimmern. Das folgende 'God=Dog' wurde ja ebenfalls schon veröffentlicht und als Single ausgekoppelt. Ein Song, der zeigt, dass BEHEMOTH nichts an ihrer Böswilligkeit verloren haben. Man setzt hier nicht auf ein Dauerfeuer des Schlagzeugs, sondern vermehrt auf kurze Breaks, wuchtige Riffs und der Einsatz der Schulklasse aus dem Intro verleiht dem Song einen besonderen Charme. Auch das treibende 'Ecclesia Diabolica Catholica' bildet keine Ausnahme. Eine schwarze Perle, die vor allem durch die dramatischen Leads und die Chor-artigen Gesänge zum Glänzen gebracht wird.

Um es mal vorsichtig auszudrücken, ist 'Bartzabel' die Ballade des Albums. Nicht so zu verstehen, wie zum Beispiel 'They Rode On' von WATAIN, das ja nun wirklich Balladen-Charakter hat, aber 'Bartzabel' ist mit Abstand die ruhigste Nummer des Albums und dabei hoch melodiös. Fragt man mich aber nach der schwächsten Nummer des Albums, müsste ich erst lange überlegen und dann wahrscheinlich 'Sabbath Mater' nennen, weil er musikalisch zwar vollkommen in das Album passt, doch nicht ganz so detailverliebt scheint, wie es die vorherigen Songs getan haben, außerdem hat dessen Chorus schon fast poppige Züge, ebenso verhält es sich mit 'Havohej Pantocrator' (Achtung! Jammern auf hohem Niveau!). Aber mit 'We Are The Next Thousand Years' bügeln sie dann alles wieder glatt. Anfangs ballern sich die Polen durch den Song, haben eine starke Melodie im Gepäck und ab Mitte des Tracks rutscht man in einen schwebenden Zustand und greift eine Atmosphäre auf, die atemberaubend erscheint.

BEHEMOTH befinden sich auf dem Zenit ihres Schaffens und haben vor allem mit ihren Alben 10 und 11 zwei Werke erschaffen, die schwer zu toppen sind. Dunkel, wuchtig, böse, knallend und melodisch sind alles Attribute, die man gern in einem Atemzug mit "I Loved You At Your Darkest" nennen kann. Wer mit "The Satanist" warm geworden ist, wird auch sein Gefallen an dem aktuellen Longplayer finden. Technisch einwandfrei und mit ganz viel Liebe zum Detail bilden BEHEMOTH auch weiterhin die Speerspitze des Black Metals.

Gesamtwertung: 9.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Solve (Intro)
02. Wolves Ov Siberia
03. God=Dog
04. Ecclesia Diabolica Catholica
05. Bartzabel
06. If Crucifixtion Was Not Enough
07. Angelvs XIII
08. Sabbath Mater
09. Hovohej Pantocrator
10. Rom 5 8
11. We Are The Next 1000 Years
12. Coagula (Outro)
Band Website: www.behemoth.pl
Medium: CD
Spieldauer: 46:40 Minuten
VÖ: 05.10.2018

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