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Bangladeafy - Ribboncutter

Review von Metal Guru vom 23.09.2018 (495 mal gelesen)
Bangladeafy - Ribboncutter Die Info behauptet, die beiden bekloppten New Yorker Jon Ehlers und Atif Haq erzeugten unter dem Deckmantel des Pseudonyms BANGLADEAFY bereits seit fast zwölf Jahren technisches Gestolpere/metallisches Geholpere ('working together as the frenetic tag team of bass and drums across multiple projects'). Ok, das belegen die 2013er "Briefcase" und die 2016er "Narcopaloma", beide bestenfalls EPs mit Laufzeiten von jeweils ca. einer Viertelstunde. Als akustischen Beweis ihrer aktuellen Existenz ballern uns die beiden mit "Ribboncutter" ihr erstes (wieder laut Info) Full-Length-Album auf unsere Fressen, in unsere Mägen und um unsere Ohren. Damit haben wir auch schon gleich das erste Problem: Einundzwanzig Minuten und fünfundzwanzig Sekunden Gesamtspielzeit kann und werde ich selbst beim wohlwollendsten Willen (und ohne auch nur einen einzigen Bändchenschnitt gehört zu haben) nicht als 'Full-Length' akzeptieren! Dabei ist mir schon klar, dass Quantität nichts mit Qualität zu tun hat bzw. haben muss, aber diese als Album getarnten Demo-, Fragmente-, Halbheiten-, Ideen- oder/und Resteverwertungen gehen mir gelinde gesagt nur noch auf'n Sack, also echt jetzt ...

Zehn verwertete Reste/Ideen/Halbheiten/Fragmente/Demos befinden sich also auf "Ribboncutter", wobei deren Reihenfolge bei einem launigen Spieleabend festgelegt worden zu sein scheint: Alle (Demos, Fragmente, Halbheiten, Ideen und Reste) in einen Eimer, druffspucken, schütteln, nochmal druffspucken, nochmal schütteln - zeich her dat Zeuch! Mit anderen Worten: Bei Auslosung einer potentiellen Reihenfolge stehen bei zehn 'Stücken' genau Zehn hoch Zehn (= 'ne ganze Menge) Möglichkeiten zur Verfügung - genau so klingt "Ribboncutter"! Grundsätzlich möchte ich BANGLADEAFYs Bändchenschneider als Ansammlung rhythmischer Konstruktionen bezeichnen, die sich primär aus brachialem Bass und stolperndem Schlagzeug, sekundär scheußlichen Synthies (Bontempi meets Casio meets Störgeräusch) und tertiär wütenden Vocals (beim Titelstück) zusammensetzen. Hierbei wurden Überflüssigkeiten wie Strophen strikt gestrichen, Refrains restlos rausradiert und Melodien meist vermieden - Tanzbarkeit, Radiofreundlichkeit, Mitsingpotential, Hitparadenkompatibilität und/oder Groovegefahr ausgeschlossen (obwohl dem Bass eine gewisse Funkyness nicht abgesprochen werden kann)!

Da steht: 'The pair have added abrasive synths to the mix and have slowly brought back the bratty punk vocals they were once known for.' Das entspricht in etwa der Wahrheit. Aber entspricht es auch meiner (oder irgendjemands) Meinung? Direkte Frage, ausweichende Antwort: Ja, weil die Synthies neben Schlachzeuch und Bass tatsächlich als auditive Abwechslung, Bereicherung oder/und Erweiterung zu sehen bzw. zu hören sind. Nein, weil sie (die Synthies) wirklich scheußlich klingen. Anfänglich wollte ich für dieses metallische Geholpere/technische Gestolpere zehn Tropfen vergießen - fängt ja gut an! Spätestens mit Einsatz der scheußlichen Synthies trocknen die zehn zu neun (Tropfen) - was immer noch überdurchschneidend wäre! Je länger bzw. kürzer aber das Metall holpert/die Technik stolpert, desto länger wird mein Gesicht bzw. kürzer mein Geduldsfaden - was aus neun vergebbaren acht vergebliche Tropfen macht. Da aber nach zwanzig+ Minütchen schon Schicht im Schacht is', bleiben letztlich sieben (Tropfen). Tja, so (und nicht anders) sieht's aus bzw. hört sich's an ...

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Intro
02. Prisoner Swap
03. Espionage
04. Steam
05. Ribboncutter
06. Swamp Gat
07. Allegations
08. North
09. Conch
10. Seaplane
Band Website:
Medium: CD, Vinyl
Spieldauer: 21:25 Minuten
VÖ: 21.09.2018

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