Letzte Reviews





Festival Previews
Festival Reviews 2018
A Sinister Purpose 2018

Hell Over Hammaburg 2018

RockHard Festival 2018

RockHarz Festival 2018

Skyharbor - Sunshine Dust

Review von Metal Guru vom 13.09.2018 (383 mal gelesen)
Skyharbor - Sunshine Dust SKYHARBOR bzw. deren Name waren mir schon bekannt, die Musiker bzw. deren Musik noch nicht - bis heute! Dass sie allgemein angepriesen, hoch/höher/höchst gelobt und vereinzelt vergöttert werden, hab' ich auch schon mal irgendwo gehört (eher gelesen). Dass sie aber 'die neuen' MESHUGGAH oder die Nachfolger TESSERACTs sein sollen, halte ich für schlichtweggen Schwachsinn! Während Letztere praktizierte Polyrhythmik als integralen Bestandteil ihrer Musik verstehen (und schreien als gäb's kein Morgen), benutzen diese gar nicht so viele krumme Takte wie ihnen immer nachgesagt werden (und singen ganz nebenbei 'richtig'). Apropos: SKYHARBORs Einbeziehung von TESSERACTs Sänger Daniel Tompkins in frühere Produktionen assoziiert vielleicht stilistische Ähnlichkeiten beider Bands, macht SKYHARBOR aber noch lange nicht zur 'progressiven' Hoffnung - meiner Meinung nach. Der Vergleich (wenn man einen solchen denn braucht) mit Steven Wilson und seinem Werk liegt da schon näher, hinkt aber auch - wie alle Vergleiche, früher oder später ...

"Sunshine Dust" ist SKYHABORs gerade mal (oder immerhin schon) drittes Album, das mir dankbarerweise als physische WAV-Datei (aka Audio-CD mitsamt vollanalogem Digipak) zur Verfügung gestellt wurde - also noch mal danke, B4M! Dreizehn Stücke befinden sich auf dem einundsechzig Minuten und achtundzwanzig Sekunden drehenden Silberling und ohne auf jedes einzelne (Stück) eingehen zu können oder wollen, möchte ich SKYHARBORs Stil als ambienten, atmosphärischen, dichten, fließenden, kompakten, rhythmisch nicht immer regelkonformen Rock bezeichnen. Ich gehe sogar (und auch auf die Gefahr einer Spontanköpfung durch Die-Hard-Fans hin) noch weiter: SKYHARBOR sind weder eine ambiente Metall- noch eine metallische Prog- noch eine progressive Rockband, sondern einfach nur eine multikulturelle Kapelle, die aus ihrer momentan medienwirksamen Multikultigkeit gegenwärtigen Gewinn zieht.

Aditya Ashok (Schlagzeug, Sound Design), Devesh Dayal (Gitarre), Keshav Dhar (Gitarre, Sound Design), Eric Emery (Vocals) und Krisha Jhaveri (Bass, Synthesizer) sind SKYHARBOR und allein die zweifache Nennung des Terminus 'Sound Design' spricht Bände: Der Gesamteindruck von "Sunshine Dust" hängt nämlich nicht nur von den hammerharten bis windelweichen Kompositionen (und wer sie wie spielt), sondern auch (und das nicht zu knapp) von den verwendeten Effekten (alle Arten von Echos, extreme Filter, riesige Räume, synthetisches Wabern, usw.) - eben dem 'Sound Design' ab. Genau dieses Sound Design erschlägt mich, ist mir einfach zu dicht, zu laut, zu voll! Nach einer guten Stunde staubigen Sonnenscheins sind meine Ohren taub, meine Glieder lahm, ich kann nicht mehr. Und dabei könnte dieses aggressive Ab und ambiente Auf immer so weitergehen, 24/7 sozusagen - der Soundtrack für ein Leben, das mir dann wie gesagt zu dicht, zu laut, zu voll (oder für das ich einfach zu alt) wäre ...

Nach dreimaliger Kompletthörung von SKYHARBORs "Sunshine Dust" in nachbarschaftsinkompatibler Lautstärke kann ich den Hype um diese Multikultikapelle bzw. ihre Musik noch immer nicht so recht nachvollziehen. Sicher, die Instrumentalisten spielen gut oder besser und der (die?) Sänger singen super - qualitativ! Aber genau da liegt für mich der Knackpunkt: Es wird einfach zu viel zu viel gespielt, vieler zu vieler gesungen - Qualität her, Quantität hin! Dazu ein omnipräsenter Harmonizer, der die eh zu dichten, zu often, zu vielen Vocals in den immer selben Intervallen dauerharmonisiert - zu viel des Guten! Vielleicht sollte man aus "Sunshine Dust" einfach zwei verschiedene Scheiben machen und die andere (ambient fließende) dann "Dust", die eine (rhythmisch rockige) "Sunshine" nennen und sie zwei vollkommen unterschiedlichen Zielgruppen vorsetzen. Nein, SKYHARBORs ambivalente Attraktivität hat sich mir wohl noch nicht erschlossen ...

- ohne Wertung -
Trackliste Album-Info
01. Signal
02. Dim
03. Out Of Time
04. Synthetic Hands
05. Blind Side
06. Disengage/Evacuate
07. Ethos
08. Ugly Heart
09. The Beckoning
10. Dissent
11. Menace
12. Temptress
13. Sunshine Dust
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 61:28 Minuten
VÖ: 07.09.2018

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten



Reviews

13.09.2018 Sunshine Dustvon Metal Guru

Album des Augenblicks
Volltextsuche
Heute veröffentlicht
King Nine - Death Rattle

Schaut mal!