Letzte Reviews





Festival Previews
Festival Reviews 2018
A Sinister Purpose 2018

Hell Over Hammaburg 2018

RockHard Festival 2018

RockHarz Festival 2018

Imperial Domain - The Deluge

Review von Rockmaster vom 11.09.2018 (87 mal gelesen)
Imperial Domain - The Deluge Puh. Das ist wirklich ein Album, das vergleichsweise leicht zu beschreiben, aber schwer zu beurteilen ist. Unter dem Stil "Melodic Death Metal" kann man sich vieles vorstellen, aber verglichen mit allem, was ich jemals gehört habe, scheinen mir IMPERIAL DOMAIN einen eigenen Weg gehen zu wollen.

Obwohl das stilistisch mit dem Rest des Albums "The Deluge" wenig korrespondiert, fallen zwei Elemente auf, anhand derer ich charakterisieren möchte, was IMPERIAL DOMAIN für Musik machen und wo sie ihre größte Stärke haben - und gleichzeitig das größte Risiko eingehen. Auf dem Titelsong 'The Deluge' fällt die Keyboard-Unterstützung im Cembalo-Sound auf, die hier über weite Passagen die Melodieführung übernimmt. Das Instumental 'Evanescent', ein reines softes Gitarrenstück, spielt zumindest teilweise auf mittelalterlichen Tonleitern. Wenn ich die paar Jahrhunderte Musikgeschichte ein wenig unfachgemäß komprimiere, dann drängen sich mir weitere Vergleiche mit der Barockmusik auf.

Andreas Öman (Vocals) grunzt, was das Zeug hält. Typisch Death Metal halt. Ansonsten versuchen IMPERIAL DOMAIN, das enge Korsett der Stilrichtung zu sprengen, indem Peter Laitinen und Philip Borg (Guitarre) vorwiegend melodische Figuren spielen. Vemutlich unbeabsichtigt schnüren sie sich aber dabei das nächste Kleidungsstück zu. Die Gitarren unterwerfen sie sich häufig einem konstanten, strengen Metrum. Wie in der barocken Fuge sind Rhythmus und Tempo über lange Passagen konstant, nur werden die repetitiven Motive nicht in verschiedenen Tonlagen oder von verschiedenen Instrumenten aufgegriffen, sondern zumeist von der ersten Gei...Gitarre gespielt und wiederholt. In diesen Wiederholungen und den konstanten Rhythmen birgt sich die Gefahr, dass ein Song auch mal nach zwei Minuten langweilig wird. Interessant wird es jedes Mal, wenn die zweite Gitarre nicht nur Rhythmus spielt sondern eine eigene Melodie ergänzt. Da entstehen echte Glanzmomente.

Alvaro Svanerö (Drums) bekommt etwas zu wenig Raum, sein Können unter Beweis zu stellen. Bevor ich den Text zum Album gelesen hatte, wunderte ich mich, ob das Album eher schlecht gemischt ist, oder warum der Bass untergeht. Tatsächlich taucht in der Besetzung kein Bassist auf. Wenn da tatsächlich einer spielt (ich glaube nicht wirklich dran), schade für den Mix. Ansonsten: Lob, dass die (zweite Gei...) Rhythmusgitarre das recht gut kaschiert. Trotzdem, mehr wäre hier eindeutig mehr gewesen.

Unterm Strich bleiben ein paar Songs, auf denen IMPERIAL DOMAIN ihr Potential überreizt haben, die sind nicht schlecht, aber eben auch nicht hammer, und ein paar echte Highlights, die ich mir regelmäßig anhören könnte. Hervorheben würde ich hier 'True Face Of War', 'The Deluge', 'Withdrawn From Life', 'Eternal' und das wunderschöne Instrumental 'Evanescent'.

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. True Face Of War
02. The Deluge
03. The Future Is Lost
04. Conspiracy
05. Withdrawn From Life
06. Eternal
07. Evanescent
08. Ever Since That Day
Band Website: www.imperialdomain.se
Medium: CD
Spieldauer: 38:40 Minuten
VÖ: 10.08.2018

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten



Reviews

11.09.2018 The Deluge(7.0/10) von Rockmaster

Album des Augenblicks
Volltextsuche
Schaut mal!