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Evil-Lyn - Disciple Of Steel

Review von baarikärpänen vom 05.06.2018 (764 mal gelesen)
Evil-Lyn - Disciple Of Steel Finnland steht eigentlich schon seit Jahren für tollen Power Metal. Nicht so sehr die Quantität an Bands, sondern vielmehr die Qualität macht's. Wird ja keiner behaupten wollen, dass STRATOVARIUS oder SONATA ARCTICA Combos wären, die man vernachlässigen kann. Gut, sieht man mal vom "Spätwerk" eines Herrn Tolkki ab, der ja mehr oder minder das, wofür STRATOVARIUS geliebt wurden, in die Tonne getreten hat. Alleine, es fehlt der Nachschub. EXCALION, die ja auch schon mit einem Review auf unseren Seiten auftauchten, sind auf einem guten Weg. Deutlich weiter und mit jeder Menge Potential sind allerdings EVIL-LŸN.

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EVIL-LŸN gibt es schon seit 2007. Aber trotz guter Resonanz seitens der Fans und gelungener Live-Shows war man veröffentlichungstechnisch doch sehr geizig mit lediglich einer EP und einer Single. Gut Ding will anscheinend eben doch Weile haben. Die Jungs aus Tampere waren schon Teil unseres Finnland-Specials. Leider lagen mir damals nur die Songs ihrer Debüt-EP von 2012 vor und Mainman Anssi Salonen konnte mir nur ein paar wenige, unfertige Songs des in der Mache befindlichen Albums zukommen lassen. Auch wenn der damalige Eindruck durchaus positiv war, wollte ich dann doch mit einem endgültigen Urteil lieber bis zur Veröffentlichung des fertigen Albums warten. Und das, "Disciple Of Steel" betitelt, liegt nun endlich vor.

Auch wenn die Band selbst und auch Encyclopaedia Metallum die Musik im traditionellen Metal verorten, ist mir das zu kurz gegriffen. Traditioneller Metal an sich mag ein Baustein im Sound sein, aber der weitaus größere ist, "Disciple Of Steel" gehört, doch eher Power Metal. Und zwar der, der unkäsigen und vor allem unkirmesmäßigen Ausrichtung (sieht man mal vom gesprochenen Intro des letzten Tracks 'Valley Of The Dead Witch' ab, das wirklich gruselig ist). Alleine dafür gibt's schon mal Bonus-Punkte. EVIL-LŸN verarbeiten durchaus Einflüsse von early MAIDEN, aber ansonsten überwiegt Power Metal im Stile von US-Bands wie METAL CHURCH. "Disciple Of Steel" hat man mit 'Survive The Night' einen prima Einstand spendiert. Der Song geht gut nach vorne und überzeugt vor allem mit tollen Gitarren. Überhaupt sind beide Gitarreros nicht von schlechten Eltern. Was aber den Hauptunterschied zu anderen Truppen ausmacht, sind die Vocals von Lasse Heinonen, der den Songs mit seinem rauen, eher dunklen Organ eine spezielle Note verleiht. Vor allem bei den im Midtempo gehaltenen Songs kommt das bestens zur Geltung. Und "Disciple Of Steel" bietet dann auch eine gelungene Mischung, was die Geschwindigkeit angeht. Auf den schnellen Opener folgt schon an dritter Stelle der dunkle Banger 'Last King Of Thunder'. Leider gibt es aber auch einen Ausfall zu beklagen. Die Halbballade 'Shadow Soldier' will, trotz Tempoverschärfung gegen Ende, einfach nicht zünden. Gilt auch für das abschließende 'Valley Of The Dead Witch', das nach einem guten Beginn zum Ende hin verflacht. Was zu einem weiteren Manko führt: den Hooks. Die fehlen einfach viel zu oft. Es erwartet ja keiner Radiomucke, aber an manchen Stellen würde man sich wünschen, dass einfach mehr im Ohr hängen bleibt. Das alles bleibt aber meckern auf hohem Niveau, weil wir es hier mit einem Debüt-Longplayer zu tun haben und EVIL-LŸN weitgehend alles richtig machen. So gesehen sind die sieben Punkte auch als Ansporn für die Jungs zu verstehen, beim nächsten Mal noch 'ne Schippe draufzulegen. Die Richtung stimmt!



Gesamtwertung: 7.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Survive The Night
02. Hellfire
03. Last King Of Thunder
04. Disciple Of Steel
05. Tengel
06. Iron On Iron
07. Shadow Soldier
08. Valley Of The Dead Witch
Band Website: https://www.facebook.com/evillynofficial
Medium: CD
Spieldauer: 40:29 Minuten
VÖ: 25.05.2018

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05.06.2018 Disciple Of Steel(7.0/10) von baarikärpänen

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