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Manacle - No Fear To Persevere

Review von Opa Steve vom 03.06.2018 (633 mal gelesen)
Manacle - No Fear To Persevere Das ist ja mal Trueness vom Feinsten! Die Kanadier schließen die Lücke zwischen dem US- und dem europäischem Speed Metal. Da gibt es das Pathos, was man im truen US-Metal von OMEN & Co. immer wiederfindet, genauso wie deren Liebe für ausladende Melodien. Aber auch das klassisch europäische Harmoniegefühl beherrschen MENACLE sehr gut. Wer sich darüber hinaus öfter mal an SAVAGE GRACE erinnert fühlt, liegt mit seiner Vermutung natürlich goldrichtig. Die genialen 80er Speedos finden sich im Material von "No Fear To Persevere" immer wieder. Vor allem im Drumming als auch in den melodischen Leads steckt ein riesiger Einfluss von SAVAGE GRACE drin. Man könnte sogar so gemein sein und den stets etwas schiefen, hohen Gesang von Kevin Pereira mit der Endphase von SAVAGE GRACE vergleichen, als Chris Logue fatalerweise auch die Mikroposition erklomm und gesanglich weit hinter seinem Gitarrentalent zurückstand. Und wer nicht glaubt, dass SAVAGE GRACE hier Pate standen, der soll sich einfach mal das Intro von 'Journey's End' anhören. Noch Fragen? Nein, gell?

MENACLE treiben es mit dem Tempo allerdings nicht so bunt wie die großen Vorbilder und konzentrieren sich vor allem auf die käsige, aber irgendwie total coole Epik, die sie von OMEN und vielen anderen US-True-Bands klauen. Das gelingt ihnen auf diesem Debütalbum verblüffend gut. 'Witches Hallow' wäre in der Hochphase dieses Genres sicherlich zum Szenehit geworden und ist anno 2018 keinen Deut schlechter. Die Leads von Inti Paredes sind zudem allererste Sahne und brechen auch aus den stampfenden Heavy-Parts immer wieder blitzartig aus und erzeugen damit eine metallische Hochspannung, die sich so immer wieder entlädt. Miguel Negron liebt ausgiebige Fills und Drum-Intros und scheint sich eine ganze Tom-Batterie aus schlanken Cannons zusammengestellt zu haben, über die er im typischen 80er-Sound verhallt seine Wirbel laufen lässt. Dass die Band auf dem Promo-Foto mit einer Menge Ketten, Nieten, Leder und prolligen Oberlippenbärten posiert, versteht sich selbstredend.

Ich rate der Band ganz dringend, einen zweiten Gitarristen an Land zu ziehen. Inti macht so feine Arbeit an den sechs Saiten und die Scheibe wurde auch für zwei Gitarren produziert und wirkt dadurch absolut rund. Es wäre schade, wenn sich hier im Livematerial eine Soundlücke in den Songs auftun würde. Ansonsten gibt es an dieser Scheibe lediglich noch die schwache Spieldauer von knapp unter 30 Minuten zu bemängeln. Das wollen wir mal dem Heißsporn unterschieben, unbedingt die ersten Songs auf die Headbanger loszulassen. Davon abgesehen ist "No Fear To Persevere" ein absolut feines Stück Hochglanzmetall.

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Fight For Your Life
02. Tears Of Wrath
03. Journey's End
04. Live Fast, Die Fast
05. Witches Hallow
06. Stand Tall
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 28:58 Minuten
VÖ: 04.05.2018

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03.06.2018 No Fear To Persevere(8.0/10) von Opa Steve

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