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Cor Scorpii - Ruins

Review von Metal Guru vom 12.06.2018 (1203 mal gelesen)
Cor Scorpii - Ruins Die norwegischen (laut Beipackzettel 'Extrem-Metaller') COR SCORPII legen zehn Jahre nach ihrem Debüt "Monument" (und nach drei Jahren nervenaufreibender, intensiver, erschöpfender Arbeit) mit "Ruin" ihr gerade mal zweites Vollwerk vor. Wer sich fragt, was die Band seit ihrer Gründung im Jahre 2004 sonst noch so gemacht hat, bekommt weder von den Jungs noch von mir eine Antwort - keine Ahnung, warum eine Gruppe zehn Jahre für zwei Platten braucht. Wenn ich aber davon ausgehe, dass im nordischen Norwegen genauso wenig Kohle mit metallischer Mucke wie im dumpfen Deutschland zu scheffeln ist, könnte ich mir vorstellen, dass die Extrem-Metaller schlicht überleben mussten - doch nicht etwa mit 'richtiger' Arbeit?

Die momentanen Musiker heißen und spielen: Inge Jonny Lomheim (Akkordeon, Bass und Programmierung), Ole M. Nordsve (Becken und Trommeln), Erlend Nybø (Gitarre No. 1), Thomas S. Øvstedal (Stimmen), Gaute Refsnes (Tasten) und Rune Sjøthun (Gitarre No. 2, Mandoline und ebenfalls Programmierung). Als seriös singende bzw. schrill schreiende Gäste treten auf angeblich jeweils drei Songs die klassisch ausgebildete Annika Beinnes bzw. der unklassisch eingebildete Mats Lerberg in akustische Erscheinung. Ich mach's kurz: Je höher, je sanfter, je weiblicher eine Stimme, desto mehr liebe ich z. B. der Scheibe letztes Stück. Nicht, dass die restlichen Stücke 'schlechter' wären, aber als absolut abgesagte Hete macht mich tieffrequentes Balzgebölke dichtbehaarter Kerle nicht wirklich scharf, sorry!

Die Vorabinfo schreibt: '"Ruin" draws its inspiration from classical music, folk melodies and the soundscapes of Nordic extreme metal.' Also, 'folkige Melodien' gniedelt vorzugsweise Gitarrist No. 1 (siehe hierzu auch den nächsten Absatz), 'klassische' Elemente kommen größtenteils (wie so oft) vom Keyboard und 'nordische Klanglandschaften' entstehen bei Kompletthörung von "Ruin" meiner Meinung nach ganz von selbst. 'This time the band also introduces instruments atypical in metal, such as the accordion and the mandolin, revealing hidden talents amongst the band members.' Ja, Akkordeon und Mandoline sind sicher super Instrumente. Das Dumme hier ist nur, dass ich sie kaum oder gar nicht raushören kann - thanks to an amazingly dense production!

Was auf Track No. 1 'Svart Blod (Hovmod star for fall)' mit einer eigenartig käsig klingenden (Synthie-)Orgel anfängt, hört auf Track No. 9 'Siste Dans' mit einer ebensolchen wieder auf. Dazwischen passiert 'ne Menge Kurzweiliges/Interessantes/Gutes: Blastende Beats, heldenhafte Hymnen, kauziges Keifen, opulentes (Synthie-)Orchester und ruppiges Geriffe. Dem entgegen steht leider auch 'ne Menge Nerviges/Ödes/Schlechtes: Amateurhafte Kindergartenmelodien, platte (MP3-)Produktion und viel zu viele Wiederholungen. Speziell der neue Leadgitarrist Erlend Nybø geht mir mit seinem endlosen Melodiegeiere ganz gehörig auf die Nerven! Seine Bemühungen, professionell zu klingen, scheitern im Laufe von immerhin dreiundfünfzig Minuten und sechsundfünfzig Sekunden ein ums andere Mal an seiner Unfähigkeit, ein auch nur ansatzweise ansprechendes, cremiges, gefühlvolles Vibrato zu erzeugen. Außerdem soliert er - typisch Leadgitarrist und nichts als meine persönliche Meinung - viel zu viel!

Als klangliche/musikalische/stilistische Vergleiche werden (mir allesamt unbekannte Gruppen wie) AMON AMARTH, MISTUR, MOONSORROW, THYRFING oder WINDIR genannt - kennt die irgendjemand von Euch da draußen [belieben zu scherzen? - d. Red.]? Aber genug gelästert jetzt - aus sieben durchaus denkbaren Tropfen werden allein aufgrund eines entnervenden Eier-Gitarristen, einer miserablen MP3-Plättung und einer (meiner Meinung nach) viel zu langen Spieldauer schließlich doch 'nur' ruinöse sechs ...

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Svart Blod (Hovmod star for fall)
02. Hjarteorm
03. Skuggevandrar
04. Fotefar
05. Helveteskap
06. Ri Di Mare
07. Ærelaus
08. Siste Dans
Band Website: www.corscorpii.net
Medium: CD
Spieldauer: 53:56 Minuten
VÖ: 15.06.2018

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27.04.2008 Monument(6.5/10) von Kruemel

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