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Radio Haze - Mountains

Review von Stormrider vom 17.05.2018 (344 mal gelesen)
Radio Haze - Mountains Jeder Mensch muss seinen eigenen Berg bezwingen. So ungefähr lässt sich der Inhalt des neuen Albums, "Mountains", von RADIO HAZE in einem kurzen Satz zusammenfassen. Untermalt wird diese Bergwanderung des bayerischen Trios musikalisch mit Classic Rock, der sich gerne an den üblich verdächtigen Dinosauriern orientiert. Neben LED ZEPPELIN kommen auch THE DOORS oder DEEP PURPLE als gewohnte Referenzen in Betracht. Glücklicherweise vermeiden die drei es, nur 70er Zitate wiederzukäuen und das ganz dann in einem angestaubten Vintagesound zu packen. Vielmehr hat man die zehn Tracks vergleichsweise modern produziert, so dass es niemals muffig wird und man sich auch an heute angesagten Bands orientiert, die zeitlose Rockmusik spielen. Hier kommen einem gerne mal die FOO FIGHTERS oder WOLFMOTHER in den Sinn. Die Vocals von Sänger Phil Janoske sind dabei auf Dauer etwas anstrengend, ähnlich wie die von Andrew Stockdale, die über die Albumdistanz einen gewissen Nervfaktor nicht abstreiten können.

Als Mittelpunkt des Albums kann lässt sich wohl getrost der Track 'Into The Ether' ausmachen, der mit einer Spielzeit von über neun Minuten immerhin fast ein Viertel der gesamten Spieldauer für sich in Anspruch nimmt. Der Song ist auch alles andere als leichtverdauliche Easy-Listening-Mucke. Hier werden so viele Genres bearbeitet, dass man schon ein weites Spektrum mitbringen muss, um nicht irgendwann den Faden zu verlieren oder genervt Skip zu drücken. Psychedelic, Weltmusik, Jazz, Rock, Space Rock, Akustik der Track ist wirklich eine Reise. Im Sinne des Albumtitels könnte man auch sagen ein Berg, den man besteigen muss und der einem dabei eine Menge abverlangt. Zum Glück verlieren sich RADIO HAZE nicht dauerhaft in solchen Experimenten, sondern haben daneben auch straighte, gut abgehangene und zugängliche Rocksongs wie 'The Weight Of Love' oder 'From Birth To Cemetery' im Gepäck. Diese sind nicht nur leichter zugänglich, sondern sie funktionieren in meinen Ohren als Songs auch viel besser, da man nicht das Gefühl hat, das auf Teufel komm raus der proggige Ansatz um noch eine Nuance und noch eine Nuance und noch eine Nuance … erweitert werden soll. Aber das ist natürlich nur meine rein subjektive Meinung, es wird aber auch die Fans geben, die genau diese Stilvielfalt innerhalb eines Songs abfeiern.

Die Bewertung von "Mountains" fällt mir, ganz ehrlich gesagt, relativ schwer. Die rockigen Songs und der gelungene, moderne und doch genregerechte Sound rechtfertigen 7,5 Blutstropfen. Der Gesang, der einfach nicht meinen persönlichen Geschmack trifft, und die Experimente mit Saxophon, Congas und Co. berühren mich allerdings so gar nicht. Bleiben unterm Strich sechs Tropfen, die man gerne nach oben korrigieren darf, wenn man mit einem vor Experimenten explodierenden Song wie 'Into The Ether' und den näselnden Vocals etwas anfangen kann. Geschmackssache eben, wie so vieles.

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Have Mercy On Me
02. Paranoise
03. Silhouette
04. From Birth To Cemetery
05. The Weight Of Love
06. Consumed By The Fire
07. Lay My Hopes Across The Sea
08. Chasing Gaslights
09. Into The Ether
10. Mountains
Band Website: www.radio-haze.com
Medium: CD
Spieldauer: 40:05 Minuten
VÖ: 04.05.2018

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