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Unprocessed - Covenant

Review von Cornholio vom 15.04.2018 (316 mal gelesen)
Unprocessed - Covenant Das Wiesbadener Quintett UNPROCESSED legt mit "Covenant" seine dritte Scheibe vor, zehn Songs mit fast exakt 50 Minuten, und am Ende fragt sich der Hörer unter Umständen, was das jetzt für ein Frontalangriff war.

Über mangelnde Abwechslung kann man sich auf dem Konzeptalbum, das sich um das innere Universum des menschlichen Wesens dreht, nicht beschweren, 'Haven' beispielsweise überfällt den Hörer förmlich mit immer neuen Ideen und Einflüssen. Nicht selten (u.a. bei 'Ghilan', 'Meridian' und dem Rausschmeißer 'Exeunt') sind ruhige, fast meditative Phasen eingebaut, an anderer Stelle groovt die Band mittels Bass-Slaps und Metalcore-Einschlag. Die Vocals sind teils guttural, teils flüsternd, melodiös oder harmonisch gehalten, aus der Gitarrenfraktion gibt es nicht selten Stakkato-Riffing, das manchmal an FEAR FACTORY erinnert (besonders bei 'The Division'). Eben in jenem Song steht eine Piano-Melodie in krassem Kontrast zu diesem Riffing und den hier vorherrschenden aggressiven Vocals, ein Stilmittel, was seine Wirkung nicht verfehlt!

Aus dem Ganzen sticht der Song 'The Mirror' etwas heraus, das Lied könnte glatt als Ballade durchgehen: Ruhig und melodiös, zwar auch nicht wirklich eingängig, aber nicht so hirnverknotend wie der Rest auf "Covenant". Die Spitze der Aggression erreicht das Album mit 'Exhale', bei dem Vincent Schmitz (Forntmann der Technical Death Metal-Kapelle AEONS OF CORRUPTION) als den Gesang übernimmt.

Mich verwirrt am meisten das hektische Riffing, für mich möchten die Wiesbadener zu viel in den Liedern unterbringen, was dazu führt, dass die Songs dazu neigen, sich zu überschlagen. Seltsamerweise stehen die bereits angesprochenen ruhigen Parts im kompletten Gegensatz dazu. Und um dem ganzen die Krone aufzusetzen: Alles in Allem klingt "Covenant" überraschend stimmig und schlüssig.

Fazit: "Covenant" ist kein Album, das man mal eben nebenbei laufen lassen kann, es ist vielmehr eine Scheibe, die man entdecken kann, wenn man will, und die sehr vielschichtig ist. Gut gemacht, keine Frage, aber "not my cup of tea". Mit dem unten stehenden 'Haven' kann und sollte sich jeder selbst ein Urteil bilden. Ich finde, der Song fasst die Scheibe sehr gut zusammen.




Gesamtwertung: 6.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Covenant
02. Haven
03. Ghilan
04. Malleable
05. Millenium
06. The Division
07. The Mirror
08. Meridian
09. Exhale (feat. Vincent Schmitz)
10. Exeunt
Band Website: https://www.facebook.com/Unprocessedofficial/
Medium: CD
Spieldauer: 49:45 Minuten
VÖ: 13.04.2018

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15.04.2018 Covenant(6.0/10) von Cornholio

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