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Cherokee - Wakan Tanka Nici Un

Review von Opa Steve vom 08.04.2018 (197 mal gelesen)
Cherokee - Wakan Tanka Nici Un Multikulti in Reinform? Internet-Übersetzern sei dank identifiziere ich den Titel der EP zuerst als japanisch und er bedeutet wohl "Ich kann nicht sprechen". Dass die Band ansonsten keinen Asien-Bezug aufweist, sondern eher mit Bandnamen und Cover den großen Indianerstämmen huldigt, lässt mich zusätzlich verwirrt zurück. Gleichzeitig findet Google aber auch passende gleichlautende indianische Weisheiten. Wer jetzt noch davon ausgeht, dass wenigstens die Band aus einer exotischen Ecke dieser Weltenkugel kommen würde, hat sich ebenfalls geschnitten. Das Quartett kommt aus ... "Kölle", wie man hier am Rhein sagt. Also aus der Domstadt Köln. Was bei der ethnischen Ausrichtung so durcheinander wirkt, ist musikalisch dafür doppelt so klar. Auf "Wakan Tanka Nici Un" gibt es Proto-Metal vom Feinsten. Und dabei meine ich wirklich "vom Feinsten". Üblicherweise kann mich dieser spätsiebziger Stil überhaupt nicht reizen. Ich erinnere mich zu gut an diese Zeit, die musikalisch einfach grauenvoll kitschig war und überhaupt nicht hart genug. Ich wandte mich damals vom Hardrock ab und dem Punk zu. Aber CHEROKEE haben ein richtig gutes Händchen für mitreißende Songs in diesem Genre. Der Blues-Einfluss ist deutlich vorhanden, aber was an Distortion fehlt, machen sie mit absoluter Spielfreude wieder wett. Und Laura Vesprini am Mikro hat eine starke Charakterröhre, der man jede technische Unsicherheit dank der hohen Authentizität sofort verzeiht. Vor allem 'Firewater' (von mir frei im Indianersinne als "Feuerwasser" übersetzt - prost!) geht ganz schön steil und eignet sich dazu, Clubs zum Kochen zu bringen. Was mir ebenfalls absolut positiv ins Ohr sticht, ist die Produktion dieser EP. Eine staubtrockene Kanaltrennung wie in alten Zeiten, aber wunderbar klar aufgezeichnete Spuren ergeben einen homogenen und detailreichen Mix, der die Minimalistik des Stils wunderbar im Klang einfängt. Ich würde sogar so weit gehen, dass ich der Scheibe gemessen am Genre highfidele Qualitäten bescheinige. Die Musik ist wunderbar nah und jedes Instrument hat seinen klaren Platz im Mix. Hier hat Laurent Teubl im Sculpt Sound Studio einen erstklassigen Job abgeliefert. Einziges Manko: Vier Songs sind definitiv zu wenig, ein Longplayer von diesem Format wäre ein Kracher! Aber die Duftmarke, die CHEROKEE hier setzen, ist gar nicht übel. Ganz und gar nicht!

Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Ethelred Hero Of Trist
02. The Yellow King
03. Blood Worth Its Weight In Gold
04. Firewater
Band Website:
Medium: MLP
Spieldauer: 17:25 Minuten
VÖ: 09.04.2018

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08.04.2018 Wakan Tanka Nici Un(8.0/10) von Opa Steve

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