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Borealis - The Offering

Review von Cornholio vom 07.04.2018 (89 mal gelesen)
Borealis - The Offering Eine gute Stunde abschalten und metallischen Klängen frönen, was gibt es besseres nach einer stressigen Arbeitswoche? Zugegeben, Cocktails am Strand wären vielleicht noch eine gute Wahl, aber diese Option steht mir gerade nicht zur Verfügung, also wähle ich "The Offering" von BOREALIS und eine Tasse Kaffee.

Insgesamt hat sich das Quintett aus Ontario dem Melodic Power Metal verschrieben, und das mit einer gehörigen Portion symphonischer Bombast-Klänge, die jedes der zwölf Stücke deutlich untermalen. Mir ist es auf Dauer sogar fast zuviel des Guten, die orchestralen Passagen sind für mich etwas zu fett produziert, was leider zu Lasten der Eingängigkeit der Lieder geht. Sänger Matt Marinelli liefert eine bockstarke Leistung ab und kann so nicht selten die Aufmerksamkeit etwas vom Symphonischen auf sich lenken; nicht selten erinnert er mit seinen teils kraftvollen Vocals an Russel Allen (SYMPHONY X), und in gefühlvollen Passagen an Jorn Lande (u.a. JORN, MASTERPLAN), jedoch nie aufgesetzt oder nachgemacht.

Nach einem kurzen und ruhigen Gitarrenintro haut mich der Opener 'The Fire Between Us' schon ziemlich aus den Socken, und die Marschrichtung ist klar: volle Kraft voraus, symphonische Klänge à la KAMELOT, EVERGREY oder EPICA sind angesagt. Durch den nächsten Track 'Sign Of No Return' (siehe unten) bin ich via YouTube auf die Kanadier aufmerksam geworden, und knallte schon der erste Song ordentlich aus den Boxen, so kann dieser nochmal einen draufsetzen, nicht zuletzt durch den starken Refrain. Der Titeltrack fällt etwas ab und kommt ein Stück düsterer daher, anschließend folgt mit 'River' das Highlight des Albums. Besonders sticht der Chorus heraus, der durch einen kurzen Wechsel der Tonart aufhorchen lässt.

Leider kann die zweite Hälfte des Albums, in der es zunehmend ruhiger und balladesker wird, das Niveau der ersten Songs nicht halten, Hand in Hand mit den etwas gemäßigteren Klängen geht naturgemäß auch die Power mit flöten; schade. Die erste Halbballade 'The Devil's Hand' punktet noch mittels starker "laut-leise"-Dynamik, aber schon das folgende 'Into The Light' wirkt etwas uninspiriert, 'Scarlet Angel' finde ich nur noch kitschig, der punktuell als Harmonie eingesetzte weibliche Gesang tut sein Übriges. Kurz vor'm Ende gibt es mit 'Forever Lost' nochmal einen Lichtblick, gefolgt von dem fast neunminütigen Finale 'The Ghosts Of Innocence', streckenweise auch an der Grenze zum Kitsch, aber insgesamt doch voll im Soll, nicht zuletzt aufgrund der Dramaturgie innerhalb des Longtracks.

Hier und da ('The Awakening') fallen mir aufgrund der harmonischen Gitarrenleads zu Beginn einiger Lieder auch Parallelen zu AMORPHIS auf (rund um deren Album "The Beginning Of Times"), weiter bemerkenswert ist noch, dass es mit sechs der zwölf verhältnismäßig viele Songs gibt, die per Fadeout enden. Wie sagte ein B4M-Redaktionskollege letztens? Eine Band, die gute Songs schreibt, sollte auch in der Lage sein, diese gut enden zu lassen.

Am Ende haben BOREALIS gerade nochmal die Kurve gekratzt, ich habe schon befürchtet, dass bei "The Offering" nach (nicht ganz) der Hälfte die Luft raus ist. Alles in allem ein gelungenes Album, meiner Meinung nach sollte die Band den Bombast-Anteil etwas herunterfahren und die ruhigen Parts etwas besser auf der CD verteilen, dann würde das Album wohl etwas gleichmäßiger wirken.






- ohne Wertung -
Trackliste Album-Info
01. The Fire Between Us
02. Sign Of No Return
03. The Offering
04. River
05. The Second Son
06. The Devil's Hand
07. Into The Light
08. Scarlet Angel
09. The Awakening
10. The Path
11. Forever Lost
12. The Ghosts Of Innocence
Band Website: https://www.facebook.com/borealisband
Medium: CD
Spieldauer: 61:19 Minuten
VÖ: 23.03.2018

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