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Gonoreas - Minotaur

Review von Stormrider vom 07.03.2018 (819 mal gelesen)
Gonoreas - Minotaur Wer das Cover sieht, der dürfte direkt ein Gefühl dafür bekommen was musikalisch vom sechsten Albums der Schweizer GONOREAS zu erwarten ist, denn viel klischeehafter kann man ein "Minotaur" betiteltes Album wohl kaum verzieren, als mit einem schwerstbewaffneten Minotaurus. Und wenn euch nach dem Anblick des Covers klassischer Power Metal mit hohen Vocals in den Sinn kommt, dann liegt ihr auch exakt richtig. Eröffnet wird der Dreher allerdings von einem Intro, 'Bloodstones', was alles andere als kraftvoll ist. Es hat eher ein leicht indianisches Flair und erinnert an die Jungs, die man immer mal in den Innenstädten mit ihrem Federschmuck stehen sieht. Zum Glück vergisst man den belanglosen Auftakt, sobald das Stakkatoriffing von 'Seeds Of A New Future' einsetzt. Jon Schaffer lässt grüßen, und der Song macht durchaus Lust auf mehr. GONOREAS wissen im Albumverlauf musikalisch wirklich zu gefallen, bieten mit Testosteron geladenen Metal, und die Kuttenträger unter den Metalheads werden ihre Fäuste in die Luft recken. Aber neben der instrumentalen Basis, wirken die Vocals von Fronter Leandro Pacheco vergleichsweise blass und klingen wie eine etwas kraftlosere Mischung aus Ripper Owens und Tobi Sammet, und von letzterem wird insbesondere das Vibrato mehr als einmal auf dem Album eingesetzt. Im positiven Sinne erinnern mich die Vocals in den Phrasierungen immer mal wieder ICED EARTH, im negativen Sinne leider aber auch an SABATON, was im Falle der Schweden vermutlich dem Akzent geschuldet ist, der zwar nicht schwedisch tönt, aber eben doch einigermaßen prägnant zu Tage tritt. Besonders fällt das in der Ballade 'Behind The Wall' auf.

Insgesamt ist "Minotaur" bestimmt kein schlechtes Album, aber um in der Liga ähnlich gelagerter Power Metal-Bands zu spielen, fehlen den Eidgenossen noch ein paar Briketts, insbesondere in den Gesangslinien. Während die Riffs und Songaufbauten durchaus zu überzeugen wissen, fühlen sich die Melodien einfach zu häufig noch nicht zu Ende komponiert an, dazu werden Wörter ziemlich hart in die Melodielinien gepresst, deutlich zu hören z. B. in 'Price Of Eternity'. Das führt leider dazu, dass die Songs ohne gesangstechnischen Wiedererkennungswert bleiben. Das ist in diesem Genre aber ein unverzichtbarer Bestandteil, wenn man aus der Masse heraus- und in die Hirnwindungen hineinstechen möchten.

Nach diversen Durchläufen bleibt von den acht Tracks, neben dem Intro gibt es noch ein Instrumental, 'Transcendence', welches den abschließenden Song 'The Lead Masks Of Vintem Hill' einleitet, insgesamt einfach zu wenig hängen. Und so ist "Minotaur", produziert hat es übrigens V.O. Pulver, ein typisches Album, was zu gut ist, um es zu verreißen, aber leider auch nicht gut genug, um es zukünftig regelmäßig aus dem Schrank zu ziehen. Kann man sich durchaus anhören, aber wer seinen Power Metal gerne mit großen Refrains mag, der wird hier etwas darben.

Gesamtwertung: 6.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Bloodstones
02. Seeds Of A New Future
03. Puzzle
04. Eris
05. Price Of Eternity
06. Fragments
07. Behind The Wall
08. Minotaur
09. Transcendence
10. The Lead Masks Of Vintem Hill
Band Website: www.gonoreas.ch
Medium: CD
Spieldauer: 45:55 Minuten
VÖ: 23.02.2018

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