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Autopsy - Puncturing the Grotesque

Review von Metal Guru vom 11.01.2018 (190 mal gelesen)
Autopsy - Puncturing the Grotesque AUTOPSY formierten sich vor exakt dreißig Jahren in San Francisco, veröffentlichten im Laufe der nachfolgenden acht Jahre die fertigen und fixen "Severed Survival" (Full-Length Album, 1987), "Retribution Of The Dead" (EP, 1990), "Mental Funeral" (Full-Length-Album, 1991), "Fiend For Blood" (EP, 1991), "Acts Of The Unspeakable" (Full-Length-Album, 1992) und "Shitfun" (Full-Length-Album, 1995) auf Peaceville Records und begruben sich selbst direkt danach - aus verschiedenen Gründen und vor allem erstmal. Fünfzehn frustrierte Jahre später entstiegen sie mit "The Tomb Within" (EP, 2010) ihrem selbstgeschaufelten Grab und schoben bereits ein Jahr später "Macabre Eternal" (Full-Length-Album, 2011) nach. Das kam so teuflisch gut an, dass die Band ihre selbstmörderische Suche nach einem erneuten Beerdigungsgrund aufgab und stattdessen "Born Undead" (DVD, 2012), "The Headless Ritual" (Full-Length-Album, 2013), "Torniquets, Hacksaws and Graves" (Full-Length-Album, 2014) und "Skullgrinder" (EP, 2015) raushaute - sehr zur Freude aller Leichenfledderer/Suizidgefährdeten/Todesanbeter weltweit.

"Puncturing The Grotesque" ist im Jahre 2017 zwar leider 'nur' mal wieder eine EP, aber das kennen wir ja schon, nicht wahr? Sieben stumpfe Stücke bietet die schauerliche Scheibe und ja, AUTOPSY klingen wie eben nur AUTOPSY klingen: abgrundtief, brachialbrutal, endfertig, lärmiglaut, mausetot, übersteuert, verzerrt. Titel wie 'The Sick Get Sicker', 'Gas Mask Lust' oder 'Fuck You!!!' kommentieren den kranken Kosmos dieser Kapelle in seiner kompletten Kaputtheit, wobei von kompositorischer, lyrischer oder technischer 'Weiterentwicklung' im Vergleich mit den Vorgängern keinste Rede sein kann - die hat von den Autopsychoten ja wohl auch niemand ernsthaft erwartet, oder?

Danny Coralles seziert seine sechs stählernen Saiten, Eric Cutler auch, Chris Reifert bearbeitet blutiges Blech, verdrischt faulige Felle und bellt/grunzt/röchelt, während Joe Trevisano unbeeindruckt bassiert. Soweit ich weiß, ist AUTOPSY die einzig relevante Todestruppe mit einem hinterm Schlachzeuch schwitzenden Schreihals - keine Ahnung, wie das live funktioniert, aber funktionieren tut es zweifellos. Zur Beschreibung der neuen Scheibe steht da (sinngemäß): eine 'blasenwerfende Krankheit' oder/und 'metallischer Wahnsinn' mit 'durchgedrehten Solis' und einer 'Überdosis vokaler Verrücktheit' - hm, dem könnte ich vielleicht etwas hinzufügen, aber warum sollte ich, wenn's doch genau so stimmt?

Der mir unbekannte Greg Wilkonson hat die grottige Groteske in den Earhammer Studios im kalifornischen Oakland aufgenommen, gemixt und produziert, der mir nicht weniger unbekannte Dennis Dread die laut Infoblatt 'erfreulich geschmacklose' Umschlaggestaltung übernommen. Auch hier könnte ich etwas hinzufügen, aber: Übermäßig wert-, kunst-, anspruchsvoll sieht das sogenannte 'Artwork' (Kunstwerk) wirklich nicht aus, wobei ich in meinen bisherigen Leben schon deutlich geschmacklosere Cover gesehen habe. Ach, übrigens: Das allen Todesmetallern (und allen Todesmetallerinnen) sehr an Herz & Seele zu legende Buch bzw. Set "After the Cutting" dokumentiert die gruftige Geschichte dieser kalifornischen Krematoriumskapelle entsprechend.

Gesamtwertung: 5.0 Punkte
blood blood blood blood blood dry dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Depths Of Dehumanization
02. Puncturing The Grotesque
03. The Sick Get Sicker
04. Gas Mask Lust
05. Corpses At War
06. Gorecrow
07. Fuck You!!!
Band Website: http://www.autopsydeathmetal.com/
Medium: MiniCD
Spieldauer: 24:00 Minuten
VÖ: 15.12.2017

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