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Brothers Of Metal - Prophecy Of Ragnarök

Review von Akhanarit vom 06.01.2018 (1087 mal gelesen)
Brothers Of Metal - Prophecy Of Ragnarök Das Jahr 2017 ist zu Ende und wie jedes Jahr fragte ich mich, welches Album denn nun das Beste war, welches in diesem Jahr erschien und natürlich welches ich auch gehört habe. Den Anspruch zu haben, sich tatsächlich jedes Album dieses Erscheinungsjahrs auf die Ohren zu geben, würde schier an Wahnsinn grenzen. Also beschränke ich mich immer nur auf jene Alben, die meinen Weg gekreuzt haben. Das Jahr war schon fast vorüber, da klickte ich mich gelangweilt durch YouTube und stieß auf einmal auf BROTHERS OF METAL mit ihrem Debüt "Prophecy Of Ragnarök". Eigentlich wollte ich ob des verdächtig nach MANOWAR-Klon tönenden Bandnamens gar nicht erst drauf klicken, doch dann tat ich es doch ... und staunte nicht schlecht.

The Death Of The God Of Light

Solider Anfang für einen Power Metal-Song und plötzlich eine Frauenstimme, die so kraftvoll und treffsicher tönte, dass ich sofort ein breites Grinsen im Gesicht hatte. Dazu gesellte sich schnell eine recht raue Männertimme, die einen prima Kontrast zu den eher glatten Melodien lieferte. Astreines Songwriting, mächtige Chöre mit Gänsehauthooklines und dazu Texte, die sich mit der nordischen Mythologie befassten. Das müssen doch Skandinavier sein. In der Tat, das sind Schweden und haben es bereits auf das SABATONsche Festival geschafft, auf dem die BROTHERS OF METAL ein ordentliches Set runtergezockt hatten. So viel dazu.

Son Of Odin

Etwas langsamer und stampfender wird es mit diesem Track, der sich vor Abwechslungsreichtum kaum noch retten kann. Dazu wieder ein starker Chorus, den man am liebsten sofort Schlachthymnenartig gen Bühne mitgrölen möchte. Frontfrau Ylva Eriksson zeigt auch hier wieder, dass ihre Stimme etliche Facetten auf Abruf hat und auch die beiden männlichen Frontturner Joakim Lindbäck Eriksson und Mats Nilsson (ex-Virgin) fügen sich tight und zu jeder Zeit songdienlich ins Geschehen ein. Der Hammer!

Prophecy Of Ragnarök

Wer auf Bands wie GRAVE DIGGER abfährt, der findet vermutlich auch Gefallen an diesem extrem gelungenen Titelsong. Der Song hat Speed, Epik, Power ... Meine Güte, was für ein Album! Und wir sind hier gerade erst beim dritten Song angekommen. Na, das kann ja heiter werden. Derweil brülle ich brav mit: "Axe time, sword time ... wind time, wolf time!".

Defenders Of Valhalla

Hier wird es jetzt mal so richtig folkig. Ohne weiteres könnte ich mir diesen Anfang auch bei Bands wie ENSIFERUM oder TYR vorstellen. Schon bald entpuppt sich vor allem die Hookline im Chorus zu einem der absoluten Albumhighlights. Mit jedem Durchlauf, und davon hatte ich zig innerhalb weniger Tage, wird diese Scheibe besser. 'Defenders Of Valhalla' ist eine eine Hymne vor dem Herrn ... pardon ... Allvater!

Concerning Norns

An sich fungiert dieses Stück als Intro für den folgenden Song, ist jedoch mit so viel Sorgfalt zusammengestellt, dass selbst diese kurze Einleitung als episch bezeichnet werden kann. Dazu kommt ein "Geschichtenerzähler", der uns erklärt, worauf wir uns mit dem nächsten Stück gefasst machen sollten. Versprochen wird nichts minder als eine echte Hymne.

Yggdrasil

Und eben diese wird auch ohne den geringsten Zweifel geliefert. 'Yggdrasil' ist eine richtig tolle Power-Ballade und längst habe ich mich in die Stimme von Ylva unsterblich verliebt, was wirklich etwas heißen will, da ich mehr oder weniger jeden Tag neue Alben von allen möglichen Künstlern durchhöre, um meine Reviews auf eine solide Basis zu stellen. Doch Momente wie dieses Album sind all die Stunden wert, in denen man sich durch mitunter dürftige bis mittelmäßige Kapellen quälen musste.

Tyr

Jetzt wird es so richtig heavy! Sollte es besser auch, denn es geht um niemand geringeren als den Gott des Krieges Tyr. Während Strophen und Chorus hauptsächlich vor Testosteron nur so strotzen, lockert Ylva das Ganze mit einer traumhaften Bridge auf, so dass keine Wünsche unbeantwortet belassen wurden.

Siblings Of Metal

Musikalisch wähnt man sich zu Beginn in einem dieser Ritter- und Drachen-Power Metal-Songs wieder. FREEDOM CALL könnten hier auch locker Pate stehen, wären da nicht auf einmal diese Eier!!! Mit einmal tönt diese Quasi-Bandhymne mit einer Power, dass es eine regelrechte Freude ist. Es ist doch immer wieder verblüffend, wie melodisch man eine Reibeisenstimme doch einsetzen kann.

Gods Of War

Wer schon sehnsüchtig auf die Power Metal-typischen "ohhhohhhohhh"-Chöre gewartet hat, der wird nun ausführlich bedient und die BROTHERS OF METAL schenken sich in gewisser Weise direkt noch eine zweite Bandhymne. Musikalische Nähe zu SABATON ist nicht von der Hand zu weisen, doch bei dieser Band klingt selbst eine deutliche Referenz recht eigenständig, was dieser Tage überaus selten geworden ist.

Freya

Da es hier um Freya geht, bekommt Ylva natürlich wieder den Hauptanteil des Gesangs übertragen und abermals hauen uns die Schweden eine Knaller-Hynme um die Ohren. Man mag gar nicht glauben, dass diese Musiker (abgesehen von Mats Nilsson) noch gänzlich unbeschriebene Blätter im unübersichtlichen Musikzirkus sind, gehen sie doch mit einem Können und Gespür für Songwriting an dieses Debüt heran, als wären das alle alte Hasen, die aus Dekaden an Erfahrung schöpfen könnten.

The Mead Song

Wenn es um Nordmänner geht, dann ist auch das Trinkgelage nicht weit entfernt und live entwickelt sich dieser Song indirekt als kleine MANOWAR-Hommage. Wer hat nicht schon einmal das berühmte MANOWAR-Trinkspiel versucht, bei dem bei jedem Power, Steel, Glory, Fire, Metal, etc. ein Kurzer zu heben war. Bei den BROTHERS OF METAL läuft das ähnlich, nur dass bei dem Wort "Met" getrunken wird und genau wie bei der MANOWAR-Variante kann man auch hier danach nicht mehr gerade stehen. Euch allen zum Wohle!

Sleipnir

Doch zurück zu den ernsten Themen und das ist in diesem Fall eine Mischung aus forderndem Galopp und Hochgeschwindigkeits-Power Metal. Dazu ein getragener Chorus, dass es selbst Gamern die Freudentränen in die Augen treiben dürfte, sollten diese sich für 'Sleipnir' als Hintergrunduntermalung beim Zocken entscheiden.

Fire Blood And Steel

Wer hier an Bands wie MESSIAH'S KISS und IRON SAVIOR denken muss, dem kann ich nur zustimmen. Harte Riffs, vor Klischees triefende Texte, die tatsächlich von MANOWAR stammen könnten und fertig ist ein weiterer schneller Headbanger für all jene, die es etwas härter bevorzugen. Direkt auf den Punkt, ohne lange Umschweife. So mag ich das.

We Believe In Metal

Und schon sind wir am Ende des Albums angekommen. Eine feine Gelegenheit, nochmal als Einheit zusammenzustehen, uns unter das Banner des Heavy Metal zu scharen, und dem vergangenen Jahr die Faust entgegenzurecken. Wir haben 2017 überlebt und wir packen auch 2018! Ich danke allen, die mir und bleeding4metal.de die Treue gehalten haben, sich von unseren lustigen Haufen haben inspirieren lassen und die auch auch in Zeiten wie diesen lieber zu Metal statt Plastik greifen. Wir glauben nunmal an unsere Lieblingsmusik. WE BELIEVE IN METAL!!!



Gesamtwertung: 10.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. The Death Of The God Of Light
02. Son Of Odin
03. Prophecy Of Ragnarök
04. Defenders Of Valhalla
05. Concerning Norns
06. Yggdrasil
07. Tyr
08. Siblings Of Metal
09. Gods Of War
10. Freya
11. The Mead Song
12. Sleipnir
13. Fire Blood And Steel
14. We Believe In Metal
Band Website: https://www.facebook.com/brothersofmetalofficial/
Medium: CD
Spieldauer: 51:23 Minuten
VÖ: 01.04.2017

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06.01.2018 Prophecy Of Ragnarök(10.0/10) von Akhanarit

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