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Scars Of Armageddon - Dead End

Review von Akhanarit vom 06.01.2018 (1358 mal gelesen)
Scars Of Armageddon - Dead End Wer sich zu den Insidern auf dem US Power Metal-Sektor zählt, hat vermutlich im Jahre 2013 das Debüt "Never Sleep Again" von SCARS OF ARMAGEDDON aus Illinois mitbekommen. Für mich ist das Folgealbum "Dead End" allerdings der erste Kontakt mit der Band. Nach einem extrem verträumten instrumentalen Intro geht es auch sogleich mit ordentlich Geschwindigkeit mit dem Titelsong in die Vollen und auf den ersten Hör erscheinen die Mannen eher wie eine Thrash Metal-Combo. Doch dann setzen die Melodien der Lead Guitar ein und als die hohe Stimme von Gitarrist und Hauptsänger (George Lohan kümmert sich neben der zweiten Gitarre auch um die derberen Vocals) David Kraus erklingt, gibt es keinen Zweifel mehr. Ja, dies ist lupenreiner Power Metal aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Angesichts der musikalischen Ausrichtung verwundert es auch nicht wirklich, dass SCARS OF ARMAGEDDON David Shankle (ex-MANOWAR) als Gast für dieses Album gewinnen konnten. Weiter geht es mit 'Lockdown', bei dem auch Highscreams etwas mehr in den Fokus rücken, während die Instrumente sich etwas zurücknehmen, um dem Gesang genug Raum zur Entfaltung zu geben. Während der längeren Instrumentalphase zwischendurch gönne ich mir nochmals einen Blick auf das von Lucas Durham entworfene Coverartwork, welches mich jetzt jedoch nicht gerade sprachlos zurücklässt. Dem Infosheet entnehme ich, dass "Little Gracie" wohl das Bandmaskottchen darstellen soll und mit einem Schulterzucken widme ich mich wieder dem Hörerlebnis. Das Riffing in 'Wasteland' lockert mich etwas weiter auf und für einen kurzen Augenblick erscheinen die Bandlogos von JAG PANZER und, ja, auch SPINAL TAP vor meinem geistigen Auge und ich muss unwillkürlich schmunzeln. In 'Elf Revolution' zeigen sich die Musiker aus Chicago wieder etwas mehr von ihrer schnelleren Seite und ich komme nicht umhin, immer wieder ob der gesanglichen Leistung von David Kraus wohlwollend zu nicken und als es dann mitten im Song etwas ruhiger wird, empfinde ich auch den Sound als sehr angenehm. "Dead End" wurde in Illinois von Matt Motto aufgenommen, der einen richtig guten Job abgeliefert hat. Alles hat seinen richtigen Platz eingenommen und die wichtigen Parts verfügen über genug Druck, um auch wirklich als hörenswert wahrgenommen zu werden und ehe ich mich versehe, finde ich mich schon bei dem schwermütig startenden 'Turns To Grey' wieder. Quasi die Ballade des Albums, die einmal mehr Parallelen zu JAG PANZER zu ziehen vermag, das Interesse des Hörers jedoch auf der anderen Seite nicht so richtig wach halten will.

"Dead End" ist mit seinen knapp 70 Minuten ein richtiges Mammut-Album geworden, was nicht zuletzt an dem nun folgenden Dreifachschlag 'A Good Day To Die', 'Endless Horizon' sowie 'What Lurks Beneath' liegt, die allesamt die Siebenminutengrenze mit Leichtigkeit sprengen. Nach diesem Unterfangen haben sich die US Power Metaller mit 'Scars Of Armageddon' quasi selbst ein Denkmal gesetzt, bevor es mit 'Fatal Impact' dann auf das Ende zugeht, wobei man durch die neuneinhalb Minuten auch erst einmal durch muss, denn das Finale ist auch zugleich der längste Song auf dem Zweitwerk der Band.

Fazit: Unterm Strich ist "Dead End" ein sehr gelungenes Power Metal-Album mit US-Ausrufezeichen, welches hauptsächlich an diversen Längen krankt. Manchmal ist kurz und knackig eben doch das würzigere Rezept.



Gesamtwertung: 7.5 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Prelude (Instrumental)
02. Dead End
03. Lockdown
04. Wasteland
05. Elf Revolution
06. Turns To Gray
07. A Good Day To Die
08. Endless Horizon
09. What Lurks Beneath
10. Scars Of Armageddon
11. Fatal Impact
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 68:12 Minuten
VÖ: 15.12.2017

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06.01.2018 Dead End(7.5/10) von Akhanarit

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