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Perdition's Light - Endzeit

Review von Opa Steve vom 03.12.2017 (350 mal gelesen)
Perdition's Light - Endzeit Der Flyer kündigt PERDITION'S LIGHT als "Extreme Metal" und alles andere als "Easy Listening" an, weil sich das Duo aus Sorath (THORNGOTH) und Umbra (NEBELKRÄHE) für ihre musikalischen Visionen komplexer Songs bedienen würden und sich kaum Grenzen gesetzt hätten. Dies klingt erst einmal sehr interessant, zumal ich an grenzübertretender Musik grundsätzlich interessiert bin. Im Kern ist PERDITION'S LIGHT allerdings unschwer als von Black- und Dark Metal beeinflusst zu erkennen. Dazu kommen ein paar ungewöhnliche Klangstrukturen, die aber den Gesamtstil nicht zwingend in neu erfundene Dimensionen katapultieren. Im Gegenteil, empfinde ich doch den Erfolg der experimentellen Zutaten als eher zwiespältig. Das Ziel, ungewöhnlich zu klingen und auch mal hier und da eine Atmosphäre aufzubauen, haben sie zwar irgendwie erreicht, aber "ungewöhnlich" muss ja nicht gleich "interessant" bedeuten. Außerdem gibt es in der Umsetzung ein paar Schwächen zu beklagen. 'Bleeding Tides' krankt an recht einfältigen Riffstrukturen, und vor allem müht man sich am Klargesang deutlich ab. Das können andere Sänger besser. Auch 'Blackend Wine' ist so ein Stück, was nicht so richtig in die Pötte kommt und ebenfalls merkwürdig nasal und tonal unsicher eingesungen wurde. So erschließt sich leider kein neues Wunderwerk, denn statt mit großem Genius aus der lockeren Hand imposante Songs zu konstruieren, müht man sich hier hörbar ab, sich interessanter zu machen, als man in Wirklichkeit ist. Ein weiterer Nachteil ist die ungemein schlechte Keyboard-Produktion. Das Piano kommt in vielen Songs wie dem letztgenannten viel zu penetrant laut rüber, im Opener 'Dark Passenger' ist es kaum zu ertragen (und man glaubt zuerst an einen Mixfehler), in 'Seelentransplantation' hat man bei der Soundauswahl zudem noch arg danebengegriffen und fühlt sich an ein Kinder-Bontempi der 80er Jahre erinnert.

Bei all der Experimentierfreude ist es allerdings nur natürlich, dass sich neben den genannten Kritikpunkten auch ein paar Treffer auf "Endzeit 2.0" befinden. Hierzu gehört vor allem der Anspieltipp 'Fall Of Mankind', welches mit seinen streckenweise hypnotischen Vocals an eine Light-Version der Kult-Australier ALCHEMIST erinnert. Auch 'Mighty Observer' hat durch die gequälten Gitarrensounds und das morbide Feeling einige Pluspunkte zu dieser Scheibe beizusteuern. Vor allem diese beiden Songs und ein paar andere runde Geschichten in den restlichen Titeln tragen dazu bei, dieses Album zumindest in die Kategorie "hörbar" einzustufen und von den ebenfalls enthaltenen Schwächen abzulenken. Von einer Kaufempfehlung bin ich allerdings noch deutlich entfernt. Dazu müsste sich der Stil der beiden erst noch stärker manifestieren und in sich runder wirken.

Gesamtwertung: 5.0 Punkte
blood blood blood blood blood dry dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Dark Passenger
02. Bleeding Tides
03. Seelentransplantation
04. Mighty Observer
05. Fall Of Mankind
06. Die Sichten Der Anderen Seite
07. Mournings Breeze
08. Blackend Wine Of Remembrance
09. Crop Of Fatality
10. Endzeit 2.0
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 40:57 Minuten
VÖ: 03.11.2017

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03.12.2017 Endzeit(5.0/10) von Opa Steve

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