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F.K.Ü - 1981

Review von Opa Steve vom 05.11.2017 (245 mal gelesen)
F.K.Ü - 1981 F.K.Ü. steht für FREDDY KRUEGER'S ÜNDERWEAR und die Thrasher aus Uppsala haben es sich zur Aufgabe gemacht, vor allem legendäre B-Movies zu ihren Songthemen zu machen. Wie man unschwer feststellen kann, geht es bei den vier Gesellen durchaus humorvoll zu. Um das Feeling zu beschreiben, welches man bei einem Bier und mit Kumpels zu Filmen wie "Manchmal kommen sie wieder" oder "Freitag der 13." oder "Maniac Cop" hat, muss man es ja erst einmal erlebt haben. Und da die F.K.Ü.-Jungs stark den 80ern zugeneigt sind, geht es hierbei vor allem um Streifen aus dem VHS-Zeitalter. Schließlich war das damals noch viel aufregender, eine ungeschnittene Kopie einer Kopie zu erhalten und dann das Band zum ersten Mal einzulegen. Nicht wie heute, wo man vor lauter Streaming-Überfluss gar nicht mehr weiß, was man noch gucken soll. Und so beginnt "1981" auch stilecht mit dem Geräusch einer VHS-Cassette, welches in den Schacht eingeschoben wird, bevor die Mechanik das Band einfädelt und der Kopf zu rotieren beginnt. Nur so als Erläuterung des Intros für alle Leser, die nach 1990 geboren wurden.

Zwischenfazit: alle Daumen für Image und Kultfaktor steil nach oben! Aber noch besser wird die Geschichte, wenn die Musik auch noch passt. Und das tut sie. Ja wie wohltuend ist es, endlich mal wieder richtig bodenständigen Thrash zu hören. Die Mischung aus OVERKILL und TANKARD geht ab wie die sprichwörtliche und adrenalingeschwängerte Luzi. Das schwindelerregende Tempo zaubert einem sofort ein fettes Grinsen auf die Backen. Ich habe eben das Feeling angesprochen, wenn man sich einen schönen trashig-hirnlosen Bierfilm reinzieht. Ja, so was kann zum Wochenendeinstieg schon glücklich machen. Aber genauso glücklich macht das Feeling, wenn man sich diesen wunderbar ehrlichen und enthusiastischen Metal aus tiefster Seele anhört. Beiden Dingen gemeinsam ist übrigens, dass beides zum Bier natürlich besonders Spaß macht. Nicht nur das Riffing erinnert an eine punkige Version von OVERKILL, sondern vor allem auch Fronter Larry Lethal keift sich wie ein blutjunger Blitz durch die explodierenden Strophen. Die weitere Band hört auf die Namen Pat Splat, Pete Stooaahl und Unspeakable Emp und liefert einen famosen Soundtrack ab. Ein ganz feines Händchen haben die, um die Titel abgesehen von wenigen Mosh-Parts ('The Funhouse' im stampfenden ANTHRAX/S.O.D.-Stil oder 'Ms .45' mit Erinnerungen an frühe HOLY MOSES) zu echten Energiemonstern auszugestalten. Teilweise wird der Stoff auch so brutal und punkig, dass er mich an die Cruster von WOLFBRIGADE erinnert ('Hell Night'). Ob die gelegentlichen Parallelen wie das angesprochene 'The Funhouse' (erinnert an 'March Of The S.O.D.') oder 'The Beyond' (kopiert ziemlich genau den Gesang von METALLICAs 'Metal Militia') Zufall sind oder ebenfalls dem Humor der Band geschuldet, kann ich leider nicht sagen. Mein Anspieltipp einer insgesamt ziemlich gelungenen Baller-dir-das-Hirn-weg-Scheibe ist aber der Überthrasher 'Friday The 13th Part 2".

Perfekt ist auch die Spieldauer dieser Abrissbirne. Mit 36 Minuten erfüllt sie die optimale Spieldauer, ist darüber hinaus giftig aggressiv produziert und weist keine Schwächen wie Leerlauf oder miese Songs auf. Wenn am Ende das Band stoppt und zurückgespult wird (Achtung, Insider: sonst kostet es eine Mark extra!) lehnt man sich lässig zurück wie nach dem zwanzigsten Anschauen von "Nightmare On Elm Street Teil 3". Klasse Scheibe. Unbedingte Kaufempfehlung.

Gesamtwertung: 9.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood blood dry
Trackliste Album-Info
01. 1981
02. Nightmares In A Damaged Brain
03. Hell Night
04. Corpse Mania
05. Friday The 13th Part 2
06. The Burning
07. The Funhouse
08. The House By The Cemetery
09. Burial Ground
10. The Prowler
11. The Beyond
12. Halloween II
13. Night School
14. Ms .45
Band Website:
Medium: CD
Spieldauer: 35:48 Minuten
VÖ: 03.11.2017

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05.11.2017 1981(9.0/10) von Opa Steve

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