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Grave Pleasures - Motherblood

Review von Opa Steve vom 06.10.2017 (338 mal gelesen)
Grave Pleasures - Motherblood Juho Vanhanen von den finnischen Düster-Klangmalern ORANSSI PAZUZU hat sein Gothic-Standbein mit ehemaligen BEASTMILK- und SHINING (SE)-Mitgliedern auf die Beine gestellt und die Combo GRAVE PLEASURES liefert mit "Motherblood" ihren zweiten Longplayer. Den Stil würde man angesichts der sonstigen Beteiligungen der Musiker überhaupt nicht erwarten. Denn GRAVE PLEASURES liefern tadellosen Gothic/Indie-Rock mit schwerem 80er Einschlag. Letzterer wird vor allem durch die oft zweistimmigen Vocals erreicht, die irgendwie zwischen David Bowie und Elvis stilgetreu mit Delay-Echo versehen werden. Die Intonation sitzt perfekt wie bei den damaligen Größen der Szene, die Songs sind tanzbar, obwohl sie immer wieder in metallische Gefilde vordringen. Ob Gothic ('Infatuation Overkill') oder Indie-Rock ('Be My Hiroshima') - beide Stilrichtungen passen prima zu den Vocals und in der Mischung ergibt sich ein wiedererkennbarer Stil, der von beidem etwas hat. Meist sind die Songs sehr pflegeleicht wie das bereits genannte 'Be My Hiroshima' oder das mit einem tollen Drive gesegnete 'Laughing Abyss' und gehen damit sofort auf jeder Düsterparty in die Beine, ohne dass man als Metaller vorschnell die Nase über "die Goten" rümpfen muss. Sperriger wird es nur selten. Ein gelungener Tupfer ist das 6/8-Arrangement mit dem versetzten Vocal-Auftakt in 'Atomic Christ', welches tatsächlich weniger tanzbar ist, dafür umso interessanter (und auch von ORANSSI PAZUZU einige Gitarrenstrukturen wiedererkennen lässt). Mein absoluter Anspieltipp auf dieser Scheibe (mit dem Tanzen hab ich's nicht so)! Auch 'Falling For An Atom Bomb' tanzt (ha ha) ein bisschen aus der Reihe, diesmal aber leider nicht in die positive Richtung. Man mischt irgendwie CURE, DAVID BOWIE, U2 und THE CLASH zusammen, ohne die jeweiligen Stärken der Bands aufzugreifen. Heraus kommt so etwas wie Frikadellenpizza mit Waldmeistereis. Aber neben Anspieltipps benötigt jedes Album auch einen Tiefpunkt, und das ist hier glücklicherweise der einzige. Wenn am Schluss 'Haunted Afterlife' mit lässigem Rockabilly-Drive in den Vocals nach vorne peitscht, sind solche Sünden schon längst vergessen.

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Infatuation Overkill
02. Doomsday Rainbows
03. Be My Hiroshima
04. Joy Through Death
05. Mind Intruder
06. Laughing Abyss
07. Falling For An Atom Bomb
08. Atomic Christ
09. Deadenders
10. Haunted Afterlife
Band Website: www.gravepleasures.com
Medium: CD
Spieldauer: 36:55 Minuten
VÖ: 29.09.2017

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20.09.2015 Dreamcrash(8.0/10) von Rocko Flanell

06.10.2017 Motherblood(7.0/10) von Opa Steve

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