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Gods Of Silence - Neverland

Review von Cornholio vom 08.09.2017 (627 mal gelesen)
Gods Of Silence - Neverland Fachlich bzw. handwerklich ist alles im Lot bei GODS OF SILENCE aus der Schweiz. Die Band, die in den Neunzigern als KIRK gegründet wurde, hat schon einiges an Erfahrung in petto, aber "Neverland" ist das erste Album des Quintetts mit ihrem neuen Sänger, und die Stimme ist nun mal das primäre Merkmal einer Band. Aber die Götter der Stille haben, so viel darf ich mal vorweg nehmen, auf der Position ein gutes Händchen bewiesen.

Los geht's mit einem Intro, und schon bei den ersten Klängen von Track zwei bin ich etwas verwirrt. Sollte nicht ein Intro die Spannung sukzessive aufbauen, damit der erste "richtige" Song danach direkt in die Vollen gehen kann? Nun, hier hat dieser Song ('Army Of Liars') selbst noch mal eine Art Intro, insofern passt das gar nicht so gut zusammen. So viel zum etwas versauten ersten Eindruck. Vielleicht hätte man hier einfach ein schnelles Stück oder einen fetten Drum-Break an den Anfang setzen sollen, aber nun gut, sei's drum, solide ist 'Army Of Liars' allemal. Auch nach dem Midtempo-Stück 'Against The Wall' bin ich noch skeptisch, aber der dann folgende Titelsong entschädigt für einiges! Das Stück fängt langsam und in düsterer Atmosphäre an, um sich völlig unerwartet in einen Uptempo-Song zu verwandeln. Dieser Tempowechsel wird noch ein paar Mal vollzogen, und mich reißt das Stück immer wieder mit. Auch 'Full Moon' kann durch den Chorus überzeugen, 'Demons' glänzt an der Stelle mit einem coolen, erfrischenden Wechsel der Tonart.

Gegen Ende der insgesamt 50 Minuten hauen die Schweizer noch mal ein paar echte Highlights raus! So ist 'Wonderful Years' ein Gute-Laune-Ohrwurm par excellence, wohingegen 'Alone' ein Song mit düsterer Grundstimmung ist. In 'You Mean Nothing More To Me' rechnet der Protagonist mit einer Verflossenen ab, und von der Stimmung ist das Lied erstaunlich "happy", wobei die Lyrics eine Mischung aus verbittert und "Endlich isse weg"-Aufbruchsstimmung suggerieren; insgesamt ein fesselnder Song, zumal so gut wie jeder sich wohl in diesem Song irgendwo wiederfindet (oder zumindest mal fand). Der Chorus ist hier zwar etwas langweilig, aber der Rest des Songs ist super! Der letzte Song 'All My Life' ist dann etwas zu cheesy, aber GODS OF SILENCE haben eigentlich in der vorigen Dreiviertelstunde alles gesagt, was nötig ist. Auch bemerkenswert: "Neverland" enthält keine einzige Ballade. Mit der Aussage darf jeder anfangen, was er will, ich find es schlicht erwähnenswert.

Einen Extrapunkt gibt es für den tollen Sound von "Neverland", insgesamt macht es einfach Spaß, die Scheibe zu hören, was mit Sicherheit auch nicht zuletzt an Sänger Gilberto Meléndez liegt, der stellenweise an SYMPHONY X-Frontsau Russel Allen erinnert. Bitte weiter so!


Gesamtwertung: 8.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Gods Of Silence (Intro)
02. Army Of Liars
03. Against The Wall
04. Neverland
05. Full Moon
06. The Phoenix
07. Demons
08. Wonderful Years
09. Alone
10. You Mean Nothing More To Me
11. All My Life
Band Website: www.godsofsilence.com
Medium: CD
Spieldauer: 50:39 Minuten
VÖ: 08.09.2017

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08.09.2017 Neverland(8.0/10) von Cornholio

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