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Gravdal - Kadaverin

Review von T.Roxx vom 26.08.2017 (580 mal gelesen)
Gravdal - Kadaverin GRAVDAL aus Bergen bringen mit "Kadaverin" ihren dritten Longplayer heraus. Dass es sich hierbei um Black Metal handelt, dürfte auch für den Unbedarftesten nicht schwer zu erraten gewesen sein. Allerdings ist dieses Album alles andere als leicht verdaulich. Schon der überlange Opener und gleichzeitiger Titeltrack 'Kadaverin' geht mit einem sagen wir mal experimentiellen Hauptriff an den Start (und mir auch nach mehrmaligem Hören auf die Nerven). Als nach noch nicht einmal drei Minuten ein Blasinstrument (genauer gesagt, ein Saxophon!!!) eingesetzt wird und das Stück eine starke Jazz-Schlagseite bekommt, frage ich mich zum ersten Mal, was zur Hölle das eigentlich soll? Dann ein Break und es geht im Midtempo TSJUDER-lastig weiter. Aber der Part hält leider nicht lange an und das Stück geht mit einem zu langen und einschläfernden Part zuende. ' Apostler Av Døden' reißt mich aus dem Sekundenschlaf. Auch hier wird gut begonnen und auch mal klassisch auf's Gaspedal getreten. Leider ist auch der Song durchsetzt von merkwürdigen Breaks und ich habe Angst, dass das Saxophon zurückkommt. Die Breaks sind musikalisch gesehen interessant, zerstören leider ständig die Stimmung und Atmosphäre, die durch den jeweils vorhergehenden Part geschaffen wurde. Bemerkenswert ist auch in diesem Song, dass die besten Parts zu kurz sind und die ödesten Parts ausgetreten werden bis zum Gehtnichtmehr. Und nein, zuweilen schiefer cleaner Gesang rettet da auch nix - ganz im Gegenteil. So langsam beginne ich mich zu fragen, ob GRAVDAL überhaupt so etwas wie ein musikalisches Konzept verfolgen. Das folgende 'Dans Med Livet, Dans Med Døden' ist eigentlich gar nicht so übel, wenn nicht dieses nervige Hauptriff wäre. Man braucht schon starke Nerven, um dieses Album durchzuhören. Das Konzept der lieblos aneinandergeklatschten Parts wird in 'Arkaisk Kamp, Angrip!' noch um ein Gitarrensolo erweitert, dass eher im Classic Rock-/Hairmetal-Bereich angesiedelt ist. Cooles Solo, passt nur leider nicht zum Song. Apropos Solo: Bei dem folgenden 'Vi Som Ser I Mørket' beschleicht mich das Gefühl, dass hier Sologitarre und Rythmusgitarre zeitweise in unterschiedlichen Tonarten spielen ... mittlerweile wäre ich lieber beim Zahnarzt, als mir dieses Album zuende anhören zu müssen ... auch hier ein paar nette Parts, mehr aber leider nicht. Mit 'Eklipse' kommt ein echtes Highlight, das irgendwo zwischen Folklore und Pop-Hymne pendelt. Allerdings ist hier "Highlight" keineswegs ironisch gemeint - der Song klingt wirklich ganz gut und verschafft meinen geschundenen Ohren eine Atempause, bevor ich mich durch die letzten Nummern kämpfe. Beim Rausschmeißer 'Når Noen Tar Farvel' kommt auch das Saxophon wieder. Die Nummer könnte auch in einer Jazz-Bar laufen (oder in einem Fahrstuhl).

Nachdem ich mir das Album nun mehrmals gegeben habe, habe ich nur noch eine Frage auf meinen zittrigen Lippen: Ist das Kunst, oder kann das weg? Ich entscheide mich für letzteres. Das ist das schlimmste "Black Metal"-Album was mir je untergekommen ist. Sicher gibt es Leute, die mit Jazz-Parts im Black Metal keine Probleme haben, diese können ja gern mal ein Ohr riskieren (auf eigene Gefahr, versteht sich).


Gesamtwertung: 2.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Kadaverin
02. Apostler Av Døden
03. Dans Med Livet, Dans Med Døden
04. Arkaisk Kamp, Angrip!
05. Vi Som Ser I Mørket
06. Eklipse
07. Roten Til All Ondskap
08. Inni Menneskedyret
09. Når Noen Tar Farvel
Band Website: https://www.facebook.com/gravdalofficial/
Medium: CD
Spieldauer: 45:01 Minuten
VÖ: 11.08.2017

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