Letzte Reviews





Festival Previews
Iron Hammer Festival

Festival Reviews 2017
Hell Over Hammaburg 2017

ROCK HARD Festival 2017

Skinflint - Chief Of The Ghosts
Review von baarikärpänen vom 02.08.2017 (601 mal gelesen)
Skinflint - Chief Of The Ghosts
imgcenter


Mit dem Exotenbonus ist das ja so eine Sache. Besagter Bonus kann entweder Fluch oder Segen sein. SEPULTURA beispielsweise hat er zu Beginn der Karriere, damals noch als grob vor sich hinrumpelnde Combo aus Brasilien, geholfen. Andere Bands, wie die Südafrikaner TRIBE AFTER TRIBE, konnten, trotz eines starken Albums und Exotenbonus, keinen großartigen bleibenden Eindruck hinterlassen. Botswana, die Heimat von SKINFLINT, ist bekanntermaßen auch nicht gerade eine Hochburg der harten Klänge. Am Ende bleibt immer die Frage, ob man einer Band einen Gefallen damit tut, wenn man ihre Musik nur aus dem Grunde besser bewertet, weil sie aus einem Land oder Kontinent stammt, wo Metal keine breite Basis vorweisen kann oder ob man hart, aber ehrlich urteilen sollte.

"Chief Of The Ghosts" ist das fünfte, abendfüllende Werk von SKINFLINT. Weil auch die Vorgänger schon in Europa veröffentlicht wurden, kann man SKINFLINT nicht mehr als Newcomer bezeichnen, dieser Teil des Exotenbonus fällt also schon mal weg. Dass die Vorgängerscheiben allesamt als kleine Klassiker des afrikanischen Metal angesehen werden, spricht ja eigentlich auch für SKINFLINT. Sagt aber leider nur wenig über die musikalische Klasse aus, rein international gesehen. Der Dreier aus Botswana steht für Metal, der sich stark an den Ursprüngen orientiert, gemeinhin auch als Proto-Metal bezeichnet. Oder noch einfacher gesagt, eher klassischer Metal/Epic Metal. Garniert wird das Ganze mit landestypischen Rhythmen. Also durchaus ein guter Ansatz. Wenn da nur nicht die fehlende Klasse der Songs so sehr ins Gewicht fallen würde. Nicht falsch verstehen, schlecht ist das nicht, aber leider auch nicht das Gelbe vom Ei. Zu gleichförmig klingt das alles. Ihre besten Momente haben die Songs immer dann, wenn sie mit Folk-Einsprengseln aufgepeppt werden, wie z. B. 'Ndondoncha' oder dem wirklich geilen, rein instrumentalen, Opener/Intro 'Borankana Metal'. Es soll ja eine Menge Leute da draußen geben, die SKINFLINTs vorherige Alben gut fanden. Die werden auch von "Chief Of The Ghosts" nicht enttäuscht sein. Für alle anderen gilt, dass SKINFLINT durchaus interessant sind, aber man nicht allzu hohe Erwartungen haben sollte.

Wie also soll man "Chief Of The Ghosts" bewerten? Ich lass' einfach mal den Exotenbonus weg und zücke gut gemeinte sechs Zähler. Gut gemeint deswegen, weil SKINFLINT sich bestimmt in Zukunft eine höhere Punktzahl sichern können, wenn die Songs abwechslungsreicher werden, vor allem was Geschwindigkeit angeht. Wer allerdings der Meinung ist, dass man bei einer Band aus Botswana nicht auf den Exotenbonus verzichten sollte und darf, der kann gerne aus der Sechs eine Sieben machen.

imgcenter


Gesamtwertung: 6.0 Punkte
blood blood blood blood blood blood dry dry dry dry
Trackliste Album-Info
01. Borankana Metal
02. Ram Of Fire
03. Igungo
04. Anyoto Aniota
05. Ndondoncha
06. Rainbow Snakes
07. Milk Fever
08. Anger Of The Spirits
09. Chief Of The Ghosts
Band Website: www.skinflintmetal.com
Medium: CD
Spieldauer: 37:14 Minuten
VÖ: 07.07.2017

Besucher-Interaktion

Name:
Kommentar:
(optional)
Meine Bewertung:
(optional)
(Hinweis: IP-Adresse wird intern mitgespeichert; Spam und Verlinkungen sind nicht gestattet)

Artikel über soziale Netzwerke verbreiten



Skinflint
Reviews

02.08.2017 Chief Of The Ghosts(6.0/10) von baarikärpänen

14.02.2015 Nyemba(8.5/10) von des

Band website
www.skinflintmetal.com
Album des Augenblicks
Volltextsuche
Schaut mal!