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Level Fields - 1104

Review von baarikärpänen vom 28.12.2018 (391 mal gelesen)
Level Fields - 1104 Manchmal ist es geradezu zum Fremdschämen, wenn mir Promo-Zettel von einem Label unter die Finger kommen, in denen vollmundig von der nächsten tollen Supergroup erzählt wird. Bei näherem Betrachten fällt dann leider auf, dass, wenn es hoch kommt, da drei oder vier Hansel aus der dritten Reihe versuchen, sich ein Stück vom großen Kuchen zu sichern. Dass dann auch noch die Songs aus der dritten Reihe kommen, das muss einen dann auch nicht mehr wundern. Rührig dagegen der Promo-Zettel aus dem Hause Pure Steel zu ihrem neuen Signing LEVEL FIELDS. Da wird keiner auf dicke Hose gemacht, keinerlei Nonsens erzählt. Wobei es in diesem Falle wirklich angemessen gewesen wäre, von einer echten Zusammenrottung von wirklich tollen Musikern zu schwärmen.

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LEVEL FIELDS sind sowas von neu, dass selbst die ansonsten allwissende Metal-Enzyklopädie noch nichts von den Herrschaften gehört hat. Das sollte sich spätestens nach dem Release von "1104" schon bald ändern. Hier sind Musiker am Werk, die sich allesamt ihre Meriten schon verdient haben. Sänger Alan Tecchio (HADES, WATCHTOWER), Bassist Clint Arent (AUTUMN HOUR), Gitarrist/Songschreiber Marco Ahrens, Drummer Andreas Tegeler (beide POVERTY'S NO CRIME). Da schnalzt der ein oder andere bestimmt mit der Zunge. "1104" hält dann auch, was diese Namen versprechen. Pure Steel umschreiben den Stil mit "Metal with Doomy and Prog influences" und treffen (aber sowas von) den Nagel auf den Kopf. Der Großteil der Songs bewegt sich dann auch in eher schleppenden oder Midtempo-Regionen, besticht durch eine tolle Gitarrenarbeit, immer wieder perfekt eingebauten Schlenkern und interessantem Drumming. Über allem dann die (immer noch) faszinierende Stimme von Alan Tecchio. LEVEL FIELDS sind alte Hasen genug, um zu wissen, wie man ein Album auflockert und den Hörer bei der Stange hält. Genau das machen sie mit der Halbballade 'Get Over It', die langsam beginnend gen Ende die richtige Portion Härte auffährt und mich an eine Mischung aus neueren QUEENSRÿCHE und Modern Thrash erinnert. Demgegenüber steht dann der Gute-Laune-Straightforward-Banger 'ReMarquezable'. Einen Song über einen spanischen Motorradrennfahrer hab ich auch noch nicht gehört, das hat was. Highlight ist für mich aber das abschließende 'Extra 1104', in dem die Geschichte eines Zugunglücks aus dem Jahre 1925 erzählt wird. Die daran beteilige Lokomotive trug die Nummer 1104. Passend zu den eher tragischen Geschehnissen auch die integrierten Growls. Dieses Unglück wurde dann auch graphisch sehr schön auf dem Cover-Artwork umgesetzt.

"1104" ist eine tolle und spannende Scheibe geworden und den Namen LEVEL FIELDS dürfte man noch öfter hören. Hier stimmt, vom musikalischen Können der beteiligten Musiker bis zu den wirklich super aufgebauten Songs, alles. Wer Wert auf Qualität legt und trotzdem gepflegt abschädeln möchte, der sollte hier unbedingt zugreifen.



Gesamtwertung: 8.5 Punkte
blood blood blood blood blood blood blood blood dry dry
Trackliste Album-Info
01. Disowned
02. Truth Bringer
03. Enough
04. Get Over It
05. Womb To Tomb
06. Growing Old
07. ReMarquezable
08. Extra 1104
Band Website: http://www.facebook.com/LevelFieldsFanPage/
Medium: CD
Spieldauer: 47:02 Minuten
VÖ: 14.12.2018

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28.12.2018 1104(8.5/10) von baarikärpänen

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