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Anneke Van Giersbergen - Symphonized

Review von Metal Guru vom 12.11.2018 (292 mal gelesen)
Anneke Van Giersbergen - Symphonized Wäre ich noch vor drei Tagen nach ANNEKE VAN GIERSBERGEN gefragt worden, hätte ich passen müssen - kenn' ich nicht, nie gehört, wer soll das sein? Jetzt - drei Tage später und B4M sei Dank - weiß ich: Eine blonde, hochfrequente, niederländische Sängerin mit ziemlich bewegter (mir allerdings komplett unbekannter) Vergangenheit. Zu der (also, ihrer musikalischen Vergangenheit) gehören sowohl Aufnahmen/Auftritte bei/mit ANATHEMA, MOONSPELL, NAPALM DEATH, VUUR (ihre neue 'Progressive Metal' Band) und WITHIN TEMPTATION als auch ihre immerhin dreizehnjährige(!) Mitgliedschaft bei den Melometallern THE GATHERING als auch Zusammenarbeiten mit Arjen Lucassen (AYREON), Devin Townsend (PROJECT) und John Wetton (ASIA, FAMILY, KING CRIMSON, UK, URIAH HEEP, WISHBONE ASH u. a.). Soviel schon mal zur groben Einordnung ...

Auf "Symphonized" bringt Anneke in auf die Sekunde genau einer Stunde insgesamt elf Stücke ihrer bisherigen Karriere zusammen mit dem 'Residentie Orkest The Hague' (das sich 'normalerweise' mit Werken von Maurice Ravel, Igor Stravinsky und Richard Strauss rumschlagen muss) auf die Bühne. Eine Stunde in einem Satz: Folk-, Pop- und Rocksongs wurden ihrem folkigen, poppigen und rockigen Ursprung entsprechend arrangiert, orchestriert und performt, wobei Anneke erwartungsgemäß immer im sowohl akustischen wie auch visuellen Vordergrund steht. Das 'unterfordert' vielleicht das Den Haager Orchester, nicht aber das hörbar begeisterte Publikum! Da fällt mir ein: Wo bleibt die DVD?

ANNEKE VAN GIERSBERGEN bzw. Charakter, Intonation, Klang, Tonumfang und Volumen ihrer Stimme erinnern mich nicht selten an Annie Haslam, die Langzeitleadvokalistin der britischen Artrocker RENAISSANCE, die mit ihren akustischen, gefühlvollen, klassischen, melodischen, organischen, pompösen, romantischen Werken in den Siebzigern beachtliche Erfolge feiern konnten - nicht selten mit Orchester! Speziell das letzte Stück auf "Symphonized" ('Shores Of India') erinnert mit indisch inspirierter Instrumentierung und orientalisch orientierten Skalen/Tönen/Vibrationen an RENAISSANCEs 1975er Meisterwerk 'Scheherazade'. Aber Anneke heute ist nicht RENAISSANCE damals (oder umgekehrt) und außerdem fangen Vergleiche immer zu hinken an - früher oder später ...

Wenn man - so wie ich - vorher weder von ANNEKE VAN GIERSBERGEN noch vom Residentie Orkest The Hague noch von "Symphonized" gehört hat, kann man sich der Geschmeidigkeit, Klarheit und Schönheit der Songs kaum entziehen. ABER: Mit Metal (as we know it) hat das hier soviel zu tun wie METALLICA mit dem Metropolitian Orchestra - annähernd nix! Was also sucht es dann bei B4M? Keine brachialen Bässe, kein Gebelle/Gegrunze/Gekrächze/Geröchel/Geschreie, keine tiefergestimmten oder/und verzerrten Gitarren und auch kein schepperndes oder/und schleppendes Schlachzeuch - nein, einfach 'nur' Schönklang! Also mir (als altem Romantiker) gefällt solch Schönklang und animiert mich, Annekes Output mal näher unter die akustische Lupe zu nehmen.

Gesamtwertung: 7.0 Punkte
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Trackliste Album-Info
01. Feel Alive
02. Amity
03. Your Glorious Light Will Shine - Helsinki
04. Two Souls
05. When I Am Laid In Earth
06. Travel
07. Zo Lief
08. You Will Never Change
09. Freedom - Rio
10. Forgotten
11. Shores Of India
Band Website: www.annekevangiersbergen.com
Medium: CD
Spieldauer: 60:00 Minuten
VÖ: 16.11.2018

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