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Interview mit Olav von SAHG

Ein Interview von Eddieson vom 30.11.2016 (2993 mal gelesen)
Zwischen OPETH-Interview und dem Showbeginn war noch etwas Zeit, um mit SAHG zu sprechen. Sänger und Gitarrist Olav nahm sich die Zeit.

Hi, Olav! Wie geht es dir!

Olav: Danke, gut. Heute ist die dritte Show mit OPETH und langsam läuft alles gut. Weitere acht kommen noch, so dass wir 11 zusammen spielen.

"Memento Mori" ist jetzt schon seit einiger Zeit raus. Musiker brauchen ja immer etwas Zeit nach einem Release, weil sie die Songs bis zum Erbrechen gespielt und geprobt haben. Jetzt mit etwas Abstand, wie denkst du über das Album?

Olav: Wie du schon sagst, es braucht eine gewisse Zeit, bis man sich das Album wieder objektiv anhören kann. So langsam komme ich an den Punkt und höre, wie das Album wirklich klingt und ich finde, dass das Album wesentlich direkter und mehr nach "in your face" klingt, als unseren bisherigen Releases. Auch das Thema des Albums ist sehr düster und das schlägt sich natürlich auch in der Musik wieder. Die beiden neuen Mitglieder in SAHG tragen da auch einen Teil zu bei, denn sie kommen aus der extremeren Ecke des Metals.

Und die beiden waren schon am Songwriting beteiligt?

Olav: Ja, teilweise. Wir hatten schon mit dem Songwriting begonnen und hatten auch schon viel geschrieben, als sie dazukamen, auch nach ihrem Einstieg ist noch viel passiert. Hier und da wurde was geändert und Ole, unser neuer Gitarrist, hat einige Songs geschrieben. Sie waren also wesentlich daran beteiligt wie das Album geworden ist.

Ihr kommt alle aus der extremen Ecke des Metals?

Tony: Nicht alle. Ole und unsere Schlagzeuger Mads kommen aus der Ecke. [erzählt Bassist Tony, der mit am Tisch sitzt]

Olav: Genau, die beiden haben Erfahrungen mit Black und Death Metal. Ich komme mehr vom melodischen Heavy Metal.

King Ov Hell von GORGOROTH war doch am Anfang auch dabei.

Olav: King war dabei, der kommt ja aus dem Black Metal und Einar "Kvitrafn" Selvik, der Typ, der jetzt WARDRUNA, eine nordische Pagan Metal-Band, macht und auch damals bei GORGOROTH gespielt hat. Am Anfang bestand die Band also zur Hälfte aus Black Metallern und die andere Hälfte kam vom klassischen Heavy Metal.

Wie kam es dazu, dass ein paar Black Metaller jetzt auf die Idee kamen plötzlich traditionellen Metal zu spielen?

Olav: Der Grund war einfach, dass wir einfach die Musik spielen wollten, die uns inspiriert Musik zu machen und Instrumente zu spielen. Also, IRON MAIDEN, BLACK SABBATH und so. Wir wollten einfach Musik machen, die direkt von diesen traditionellen Bands bzw. deren Musik kommt. Am Anfang war es nur ein Experiment, was sich aber sehr schnell gut und ganz natürlich anfühlte.

Aber den Projekt-Status hat SAHG nun nicht mehr.

Olav: Nein. Anfangs natürlich noch, wir wollten erst mal schauen, wie es sich entwickelt. Und es stellte sich sehr schnell heraus, dass das sehr schnell, sehr gut klappte.

Bist den denn noch an anderen Bands beteiligt oder SAHG deine Hauptband?

Olav: Nein, bin ich nicht. SAHG ist meine Hauptband.

Ihr kommt alle aus Bergen, die Stadt, die die meisten aus den Geschichten zwischen MAYHEM und BURZUM kennen und der bekannten Black-Metal-Szene dort. Übt die Stadt selbst auch einen Einfluss auf die Musik aus?

Olav: Die Szene dort ist eine tolle Inspiration, sie ist sehr vital und lebendig. Da kann man natürlich eine Menge Inspiration draus ziehen. Die meisten Leute gehen ja davon aus, dass norwegische Musiker ihre Inspiration hauptsächlich aus der Natur, dem Regen und dem Scheißwetter ziehen, was viele auch tun, keine Frage, aber ich habe mich nie in diesem Umfeld aufgehalten, von daher kann ich nicht sagen, ob es wirklich so ist.

Lasst uns noch mal kurz über eure Musik sprechen. Die ersten Alben klingen sehr doomig, der Vorgänger zu "Memento Mori" ist wieder sehr traditionell und der aktuelle Longplayer kombiniert so ziemlich alle Alben von euch. Wie wird also das nächste Album klingen?

Olav: Bisher haben wir noch keine Ideen. Wir haben schon etwas drüber gesprochen, haben da ist noch nichts klar. Aber langsam bereiten wir uns auf das neue Songwriting vor mal schauen, wo uns der Weg hinführt. Mit den beiden Neuen, die aus dem extremen Metal kommen und definitiv am Schreiben beteiligt werden, kann es also noch heavier werden als "Memento Mori". Aber mal sehen, soweit sind wir noch nicht.

Ich gehe mal davon aus, dass weitere Touren folgen werden.

Olav: Genau. Im Frühjahr gibt es eine weitere Tour, dann kommen einige Festivals und am Ende des Jahres gehen wir dann das Songwriting etwas aggressiver an. Das ist der Plan.

Das war es auch schon. Ich danke euch für eure Zeit und überlasse euch die letzten Worte.

Olav: Wir hoffen, dass den Leuten die Show gefällt, denn wir genießen das sehr. Es ist eine sehr gute Kombination mit uns und OPETH.

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