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Interview mit Johannes von Avatar

Ein Interview von Opa Steve vom 16.07.2014 (2452 mal gelesen)
Ob ich die verrückte Welt von AVATAR jetzt verstanden habe, da bin ich noch gar nicht so sicher. Aber Johannes hat sich alle Mühe gegeben, mir das Konzept dahinter näherzubringen. Auch wenn es für die Drehorgel nach wie vor kein Argument gibt ...

Hi Johannes! Mein Kollege Contra, der das letzte Album "Black Waltz" besprochen hatte, sah sich außerstande, eine endgültige Bewertung abzugeben und war auch ziemlich genervt, als er sich eure Sachen angehört hatte. Ich hingegen erfand beim Review von "Hail To The Apocalypse" das neue Genre Circus Metal - oder auch schlimmer: Drehorgel Metal. Zumindest bei 'What I Don't Know'. Ihr mögt es, eure Hörer zu verwirren, oder?

Johannes: Ja! Das ist unser Hobby!

Woher nehmt ihr eure Inspiration für das Songwriting? Überbordende Begeisterung oder purer Wahnsinn?

Johannes: Ich würde sagen: beides. Und alles andere. Du kannst durch alles im Leben Inspiration bekommen. Solange es total übertrieben ist, ist es auch gut. Übertriebene Begeisterung, übertriebene Dunkelheit, übertriebener Schmerz ... verstehst du?

Wenn man durch eure Scheibe zappt, ist das wie ein Lotteriespiel. Mal findet man Blast-Attacken, mal straighte Rocksongs, aber auch sehr käsige Chöre oder Blechbläser. Habt ihr jemals Hörer verschreckt oder enttäuscht, die etwas komplett Anderes erwartet haben?

Johannes: Natürlich gibt es immer welche, die enttäuscht sind. Einige Menschen sind nun mal konservativer als andere und können es immer noch nicht fassen, dass METALLICA nach "... And Justice For All" etwas Anderes gemacht haben. Aber um es uns und unserer Kreativität recht zu machen, können wir darauf doch nicht hören. Du musst das machen, was sich für dich in dem Moment richtig anfühlt. Wenn du dich davor fürchtest, was andere Leute denken mögen, bist du komplett auf dem Holzweg. Aber wenn du in totale Panik darüber verfällst, was die Leute über dein neues Material denken werden, dann hast du vielleicht etwas richtig gemacht. Und wenn du dich einfach sicher fühlst, dann hast du vielleicht ein mittelmäßiges Album gemacht, und mittelmäßige Alben sind scheiße.

Wie ist denn so euer Publikum? Gibt es da richtige Metalheads, oder eher eine Party-Gemeinde?

Johannes: Es ist immer noch Metal, was wir machen, also gehe ich davon aus, dass in jeder Halle, in der wir spielen, jeder ein Metalhead ist.

Ist eure Bühnenperformance genauso durchgeknallt wie die Musik?

Johannes: Jepp! Hol dir sofort ein Ticket, dann wirst du's sehen.

Habt ihr ein Kernthema in euren Texten?

Johannes: Es ist da genauso wie mit der Musik - was auch immer ich an dem Tag im Kopf habe! Aber ich möchte irgendwann wirklich ein Konzeptalbum schreiben. Das ist der nächste Schritt für mich.

Warum habt ihr euch in 'Tsar Bomba' für einen deutschen Text entschieden?

Johannes: Auf "Black Waltz" hatten wir einen Song komplett in Schwedisch ('Blod'), also wurde das irgendwie zur Tradition. Da ich halb deutsch bin war ein deutscher Song kein großes Problem, auch wenn ich etwas Hilfe von meiner Mutter benötigte. Wenn du wirklich über etwas angepisst bist und eine Menge schlechter Dinge mitteilen möchtest, dann machst du das besser in einer Sprache, die nicht jeder versteht!

Die letzten Songs sind verglichen mit dem Rest etwas ungewöhnlich. Ihr habt 'Something In The Way' von NIRVANA gecovert und 'Tower' ist ein dramatischer, beinahe gothicmäßiger Song, der sich zu einer großartigen Metal-Hymne entwickelt. Ungewöhnlich geradlinig, aber mein Favorit. Könnt ihr euch vorstellen, den verrückten Ritt in eurer Musik mal zu reduzieren, um auch andere Emotionen anzusprechen?

Johannes: Yeah, das können wir uns vorstellen - wir haben es bei diesen beiden Titeln ja auch gemacht, hahahaha! Wenn es ein guter Song ist, ist es ein guter Song. Es muss kein Metal sein, er muss keine Double Bass und keine Gitarren-Soli haben. Natürlich lieben wir auch das und werden uns immer darauf fokussieren, aber es wird auch in Zukunft ein paar andere Dinge von uns geben.

Danke, dass du uns ein besseres Verständnis von AVATAR vermittelt hast - die letzten Worte an unsere Leser gehören dir!

Johannes: Bleibt bekloppt!

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