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Interview mit Martin Mendez von Opeth

Ein Interview von Lestat vom 02.10.2012 (3259 mal gelesen)
Auf dem Wacken Open Air 2012 fand Martin Mendez von OPETH ein paar Minuten Zeit um sich mit uns vor ihrem Gig über ihre Scheibe "Heritage" und zukünftige Entwicklungen zu unterhalten. Ein bisschen schien ihm dabei noch die Party der vergangenen Nacht in den Knochen zu stecken.

Hallo Martin, wie war eure Reise?

Martin Mendez: Gut so weit. Wir sind gestern angekommen und haben gleich bis fünf Uhr morgens gefeiert.

Euer letztes Album "Heritage" war doch ein wenig im Gespräch, weil es weniger Metal als im Stile der 70iger war. Wie waren die Reaktionen denn insgesamt und wart ihr damit zufrieden?

Martin Mendez: Wir lieben das Album natürlich. Für uns ist es immer noch Metal. Manche Leute mögen sagen, dass wir den Metal zurückgelassen hätten. Aber wenn du dir den Metal der ersten Jahre anhörst, dann merkst du, dass das nicht unser Metal ist. Aber ja, wir haben was anderes gemacht als das, was wir sonst gemacht haben. Aber es war etwas, das wir machen wollten, als Band, als Musiker. Wir brauchten das, um weiter machen zu können. Und natürlich lieben wir es.

Sicher liebt ihr es. Aber lieben es auch die meisten Fans?

Martin Mendez: Natürlich nicht. Aber das kümmert uns nicht. Das ist deren Problem. Natürlich beschweren sich viele, dass das kein Black Metal oder so sei. Aber wir haben auch viele neue Fans bekommen.

Wie kam es zu der Veränderung? Das Album davor, "Watershed", war schließlich noch ganz anders.

Martin Mendez: Wir haben uns darüber unterhalten, bevor Mikael sich ans Songwriting gesetzt hat und haben beschlossen, dass wir etwas völlig anderes machen wollen. Das Album ist so eine Art Reflektion dessen, was wir wirklich sind, auch dessen, was ich wirklich bin. Wir hören einfach alles. Als wir das erste Album, bei dem ich dabei war, "Still Life", aufgenommen haben, haben wir uns im Studio dauernd STEVIE WONDER angehört. Für uns war es also nur natürlich, etwas wie "Heritage" heraus zu bringen. Für die Fans natürlich nicht, weil sie nicht wissen, was wir hören.

Ihr macht ja auch Musik für euch und nicht für die Leute.

Martin Mendez: Das ist bei uns genau der Fall. Wir haben nie etwas für die Leute gemacht, sondern immer für uns. Das ist nicht böse gemeint. Ich denke, das ist die Sichtweise, die man als Musiker haben sollte.

Ich denke auch, dass nur Bands, die Musik für sich machen, auch wirklich echt bleiben.

Martin Mendez: Genau. Der Geschmack der Leute ändert sich auch andauernd. Und man kann sich nicht nach einem ständig ändernden Geschmack richten, dann wärst du kein Künstler, würde ich sagen.

"Heritage" erfordert auf Grund seiner Art auch eine ganz andere Spielweise als einige der älteren CDs. Musstet ihr euch gesondert darauf vorbereiten?

Martin Mendez: Es war natürlich eine Herausforderung. Aber wir hören diese Musik und machen diese Musik. Es war also nicht schwer zu lernen die Instrumente richtig zu spielen. Wir hatten es alle bereits in uns. Es ist aber etwas anderes, wenn du ein professionelles Album aufnehmen willst. Dann musst du wirklich sicher sein in dem was du tust. Es war eine Herausforderung. Und auch wenn es nicht so technisch ist wie gewohnt, ist es schwerer, diese Art von Musik zu machen.

Ihr werdet auch eine unplugged Show in London geben, die bereits ausverkauft ist. Werden noch mehr Shows kommen?

Martin Mendez: Wir werden wohl insgesamt vier oder fünf Shows allein in Deutschland geben, unter anderem Frankfurt am Main.

Ihr habt auf der bisherigen Tour ja sicher auch schon Lieder von der "Heritage" gespielt. Wie kamen die Lieder an?

Martin Mendez: Ziemlich gut. Die Leute scheinen die Lieder live besser zu verstehen. Viele haben schon gesagt, dass sie, nachdem sie die Lieder live erlebt haben, auf einmal mögen.

Wie würdest du die Entwicklung von OPETH insgesamt beschreiben? Gibt es einen roten Faden oder ist alles eine rein zufällige Entwicklung nach jedem Album?

Martin Mendez: Die Entwicklung ging vor allem langsam von statten. Wir touren viel, wir gehören mit zu den Bands, die am meisten touren, zumindest in unserem Musikstil. Wir hatten auch schon viele Höhe- und Tiefpunkte, wirklich viele. Ich denke, zur Zeit erleben wir die besten Zeiten der Band. Sowohl was die Musik betrifft also auch von der Bandpsyche her.

Ihr habt euch letztes Jahr von eurem Keyboarder Per getrennt. Ist jetzt mit Joakim wieder alles in in Ordnung?

Martin Mendez: Ja, alles ist gut. Er ist ein wirklich guter Keyboardspieler. Er kann auch gut singen. Wir sind sehr glücklich mit ihm.

Gibt es eigentlich schon Ansätze für ein neues Album?

Martin Mendez: Nein, wir haben bislang noch nichts neues gemacht. Wir müssen erstmal diese Tour beenden und dann eine Pause machen. Dann schauen wir.

Dann bedanke ich mich für das Interview. Ich wünsche euch nachher viel Spaß. Die letzten Worte gebühren dir!

Martin Mendez: Vielen Dank für eure Unterstützung!

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