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Interview mit Bernhard Weiß von Axxis

Ein Interview von Odin vom 01.11.2001 (3250 mal gelesen)


Nat:   Bernhard, Deine Singstimme ist ausgesprochen hoch und doch klar. Wo entsteht der Ton bei Dir (Bauchstimme/Kopfstimme)?

Bernhard:   Ich arbeite mit einer Mischung aus Kopf- und Bauchstimme. Der Ton entsteht hauptsächlich schön vorne am Mund... wie es sich gehört!

Nat:   :-) War Deine Stimme schon immer so, oder hast Du sie in diese Richtung trainiert? Hast Du Gesgangs-Unterricht genommen?

Bernhard:   Ich wuchs auf mit Judas Priest, Scorpions usw. und war dadurch natürlich fixiert auf hohe und prägnante Stimmen. Die ersten Gehversuche (in der Badewanne usw.) waren dann jedoch eher peinlich. Durch die klassische Gitarren gab es immer auch Situationen, wo ich zur Gitarre singen mußte oder sollte. Der gute Zuspruch durch meine Freunde motivierte mich, das ganze Gesangsthema mal etwas professioneller aufzuziehen und ich entschloß mich, Gesangsunterricht zu nehmen.

Nat:   Na das hat sich ja auch gelohnt (jedenfalls für die Fans ;-) )! Viele Eurer Songs weisen mehrstimmig arrangierten Gesang auf, der von allen Bandmitgliedern vorgetragen wird - war das eine Voraussetzung für die 'Neuen' (zur "Back To The Kingdom"), dass sie vocale Fähigkeiten mitbringen mussten?

Bernhard:   Ja, mindestens einen Sänger brauchten wir noch, um live die Sache so einigermaßen rüberzubekommen. Im Studio singt Ritchie (Michalski, Drums [Anm. d. Red.]) immer noch sehr schön mit. Live ist das für ihn aber eher störend.

Nat:   Z.B. "Heaven In Black" weist diesbezüglich einen echten Gänsehaut-Faktor auf! Werden die Chöre auch live von der gesamten Band angestimmt?

Bernhard:   Wie gesagt, Ritchie hat früher immer live mitgesungen. Allerdings hat es ihn ziemlich gestört. Live singt die ganze Band mehrstimmig. Erst seit 2 Jahren benutzten wir hier und da Samples, die aber mehr für uns als für die Leute hörbar sind. Dies hat mehr technische Gründe, da wir live nicht immer eine perfekte Monitorsituation haben. Die Samplestimmen kommen somit auf die Monitoranlage und jeder kann sich sehr sauber im Chor orientieren und ihn selbst bei schlechten Verhältnissen gut präsentieren.

Nat:   Zu Eurem aktuellen Album, das ich leider noch nicht in die Finger bekommen habe; wie ist "Eyes of Darkness" musikalisch in eure bisherigen Veröffentlichungen einzuordnen?

Bernhard:   Puh, das mußt du schon selber beurteilen. Wir haben einfach versucht an "Back to the Kingdom" anzuknüpfen, ohne das Album kopieren zu wollen. Somit sind die Songs natürlich anders. Ich finde sie sind, ohne das wir dies geplant hätten, sphärischer, gefühlvoller geworden. Gleichzeitig haben wir mit Stilelementen, wie Tempowechsel, lautere Chöre und Gitarren, längere Songs, mehr Balladen gearbeitet.
Eines der Highlights auf dem Album ist der kleine Egoshooter Rockmine, und der Videoclip von Shadowman. Also ich glaube wir haben uns wirlich bemüht, ein für die CD Preise wertiges Albnum abzuliefern.

Nat:   Im kommenden Frühjar geht es mir dem neuen Material auf Tour, mit dabei sind Kamelot - wie kam es zu dieser Kombination?

Bernhard:   Wir haben die Jungs in Spanien kennengelernt und fanden die nett. Für uns ist dies die wichtigste Vorraussetzung, um auf Tour zu gehen.

Nat:   Wie sehen Eure Pläne für die Zeit nach der Tour aus?

Bernhard:   Gute Frage. Wir überlegen uns gerade, mal was anderes zu machen als üblich. Vielleicht ein Projekt oder ähnliches. Aber im Moment ist noch nix beschlossen worden.

Nat:   Man hat in letzter Zeit den Eindruck, dass Hardrock und Heavy Metal wieder populärer werden, merkt ihr davon auch etwas an den Absatzzahlen der Platten oder am allgemeinen Interesse für Eure Musik?

Bernhard:   Ja am allgemeinen Interesse schon. Aber Musik hat leider nicht mehr so den Wert , wie vor 10 Jahren. Ich glaube, die Digitallität, das einfache Kopieren von CD's und die schlechte Qualität vieler Bands tragen dazu bei, daß Musik einfach nicht mehr wichtig ist. Wir sehen das auch im Vertrieb der CD's. Viele große CD Händler verkaufen CD's nur noch, um Kunden in den Laden zu locken..teilweise sogar unter dem Einkaufspreis, nur damit die Fans dann mit der teureren Mikrowelle nach Hause gehen. Beratung, Service..nein Danke!!
Musik wird aus meiner Sicht langsam nur noch Mittel zum Zweck und ist keine Lebenseinstelleung mehr..leider. Man kreiert heute seine Stars selber über die Crosspromotion. Sendungen wie BigBrother oder Popstars lassen den Wert von Musik noch schenller sinken.

Nat:   Wie wahr, wie wahr... Dann noch vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg mit Eurer Musik!

Bernhard:   Kein Problem und tschüßß

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